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Sarkophag Rocks HP
         

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Black Cage

 Excess All Areas

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Tracklist:

 

01. 666

3:48

02. Comin' Home

3:54

03. Here For You

4:00

04. I'm On Fire

3:33

05. Intoxication

3:30

06. Love Sex & Rock ‘n’ Roll

3:58

07. Spotlight

3:02

08. Miles

4:45

09. Set You free

3:50

 

10. Wild Ones

3:29

Release: 05.05.2017

 

 

 

 

 

Label: Mars Music Productions

 

 

 

 

 

Format: Jewel-Case

 

 

 

 

Line-Up:

 

Links:

Kati Cher

Gesang, Gitarre

Black Cage Homepage

Dan Rider

Gitarre

Black Cage @ Facebook

Rickey Dee

Bass

Black Cage @ YouTube

Casey Jean Eiszenman

Drums

 

 

 


Dieses Review hätte ich eigentlich arg kurz halten können: das Debüt-Album von  Black Cage  hat mich aus den Schlappen gehauen – abwechslungsreiches intensives Hammergeschoss – 7 Ankhs und den Skarabäus gibt’s obendrauf für die rattenscharfe stimmliche Performance von Kati Cher - ich danke fürs Lesen! Natürlich belasse ich es nicht bei so wenig Text, da mir Kurzfassungen in Sachen Musik fremd sind ;-)


Black Cage  bringen am 05.05.2017 ihr Debüt-Album  Excess All Areas  via Mars Music Productions auf den Markt – zuerst war das nur mal eine Info für unsere CD-Releases Liste, über eine Band aus Österreich, die ich nicht kannte. So was ändere ich immer umgehend, schnell mal zu YouTube und nach Videos Ausschau halten. Logischerweise kann einem nicht alles gefallen und oftmals endet so ein Check mit dem hurtigen Schließen des Clips. Bei  Black Cage  passierte das, was ich richtiggehend liebe: ich klickte  Spotlight  an, der Clip startete und nach 20 Sekunden hatten sie mich komplettemeng eingesackt.


Diese Stimme – holla die Waldfee, der Wahnsinn! Kati Cher turnt nicht auf den hohen Sprossen der Tonleiter rum, sie rockt die Nummer frisch, klar, wild und leidenschaftlich geraderaus. Ganz besonders heiß wird es, wenn sie Gummi gibt und diesen leicht kratzig-rauen Touch Marke Raubkatze reinbringt. Die beste Stimmbandakrobatik nutzt nichts, wenn die Musik nicht punkten kann.  Spotlight  schafft das aber locker, klasse Rhythmus, Bass und Drums in Hochform, ein Tempobreak mittig und zum Ende hin wird das Gaspedal durchgetreten, inklusive fesselnder Gitarrenaction. Wow, was für ein Hochgenuss! Bekanntermaßen macht aber eine Schwalbe noch keinen Sommer und ein einzelner Song kein geiles Album.


Bevor ich das Gesamtwerk austestete, informierte ich mich noch schnell über die Band und da das ja für jeden Musik-Freak interessant sein könnte, hier eine kurze Zusammenfassung. Das Quartett gründete sich 2015 und besteht aus Sängerin/Gitarristin Kati Cher, Gitarrist Dan Rider, Bassist Rickey Dee und Drummer Casey Jean Eiszenman. Im selben Jahr veröffentlichten sie ihre EP  Let’s Party  und tourten als Support mit  Jinjer,   The New Roses  und  Planet Of Zeus  durch die Botanik. Seitdem spielten sie auf vielen Festivals in Österreich und fanden sich 2016 im Tonstudio ein, um  Excess All Areas  aufzunehmen.


Zehn Tracks gibt es zu hören und ihre Musik wird mit „moderner Glam Rock“ umschrieben. Ich hab's ja gar nicht mit diesen vielen Unterschubladen und wenn jemand beim Lesen des Wortes Glam Rock abwinkt, weil er/sie nicht drauf steht, verpasst der/diejenige einiges, denn  Black Cage  haben so viel mehr zu bieten als „nur“ Glam Rock. Ich hab mir  Excess All Areas  in einem Durchgang angehört und erlebte eine aufregende Achterbahnfahrt. Zehn Songs - zehn Kracher! Sie sorgten für jede Menge Überraschungen, unterschiedliche Gefühlsregungen, viel Spaß und pure Begeisterung, die sich mit jeder Nummer steigerte! Ein Beispiel: mit  666  geht’s los, einem recht schnellen harten rockigen Brocken mit tollem Aufbau und fesselndem Rhythmus. Das folgende  Comin' Home  ist ein langsamerer Song mit ganz viel textlichem Tiefgang, sehr emotional gesungenen Strophen und einem Power-Refrain. Ich steh auf dieses Wechselspiel zwischen verschiedenen Härtegraden und Stimmungen.


Love Sex and Rock 'n' Roll  fegt im Glam Rock Style frech und wild aus den Boxen,  Wild Ones  rock 'n' rollt mit leichtem Punk-Flair die Hütte, das etwas gitarrenlastigere  I'm On Fire  frisst sich in den Gehörgang und die zweistimmigen Strophen klingen fantastisch. Nummern, die gute Laune erzeugen, deren Rhythmus und Groove direktemeng ins Gebein gehen, den Bewegungsapparat energisch in Bewegung setzen. Das krasse Gegenteil sind die langsameren Songs, die nachdenklich machen, tief berühren, für Gänsehaut sorgen. Dazu zählt neben  Comin' Home  und  Miles  auch  Intoxication,  das am Anfang nur sanft von der Gitarre begleitet wird, in diesem Teil besonders zerbrechlich und intensiv wirkt, dann steigen nach und nach die anderen Instrumente ein.


Set You Free  und  Here For You sind im mittleren Tempobereich unterwegs, zählen textlich aber zur zweiten Kategorie, daher würde ich sie als Mittelding bzw. Bindeglied zwischen den zwei musikalischen Welten bezeichnen. Beim Songwriting wurde sich mit viel Leidenschaft richtig reingekniet: die Texte geben was her, der Aufbau überzeugt dank immer wieder unerwarteten Zwischenstücken sowie Tempowechseln, die Vielfältigkeit der zehn Songs fasziniert und lässt der Langeweile keine Chance. Es gibt immer die volle Dröhnung, entweder Rock 'n' Roll oder tiefe Gefühle. Das rothaarige Powerpaket Kati wuppt jede Nummer mit ihrer tollen Röhre optimal und an den Instrumenten wird jede Note mit Herzblut zelebriert. Die Musik trifft direkt ins Herz, da sie ihre kleinen Ecken und Kanten behalten durfte und nicht bis zum Erbrechen glatt gebügelt wurde. Der einzige Minuspunkt: keine Nr. 11-12-13... ich hätte ihnen stundenlang zuhören können.


Anspieltipps:

666  -  startet recht schnell und hart durch. Knackig-wummernder Bass, treibende Drums, mittendrin eine ruhigere langsamere Passage mit Gitarrensolo, dann wird wieder Vollgas gegeben und die Instrumente legen miteinander eine interessante Performance hin, während Kati ihren Text nur flüstert. Teuflisch gut!

Miles  –  wunderschöner Song in gemäßigtem Tempo, der in jeder Hinsicht extrem unter die Haut geht und mir leicht feuchte Augen verpasst hat. Kati und ihr unbenannter Gastsänger bieten gesanglich ganz großes Tennis. Sanftere Strophen, knackiger Refrain, klasse gestaltetes Zwischenstück, feines längeres Gitarrrensolo – genial!

Spotlight  –  mehr darüber gab's weiter oben


Jetzt bedanke ich mich wirklich fürs Lesen und hier ist nun der richtige Platz für mein Fazit: das Debüt-Album  Excess All Areas  von  Black Cage  hat mich aus den Schlappen gehauen – abwechslungsreiches intensives Hammergeschoss – rattenscharfe stimmliche Performance von Kati Cher – ich steh total drauf, daher gibt’s von mir schwer begeisterte>
 

Bewertung:
Ankh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh Review
7 von 7 Ankhs

Skarabaeus-Review
plus Skarabäus

Marion Ney / Sarkophag Rocks
29.05.2017
 

 

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Foto: ©2017 by Jolly Schwarz Photography

 

 

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