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Deathstars

The Perfect Cult
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Deathstars-The-Perfect-Cult-m

Tracklist:

 

01. Explode

4:55

02. Fire Galore

4:08

03. All The Devil's Toys

3:59

04. Ghost Reviver

3:42

05. The Perfect Cult

4:01

06. Asphalt Wings

4:48

07. Bodies

4:36

08. Temple Of The Insects

3:52

09. Track, Crush & Prevail

4:04

 

10. Noise Cuts

4:12

Release: 13.06.2014

 

 

Label: Nuclear Blast

 

 

 

 

 

Formate:

Bonustracks Digipak:

Jewel-CD

11. All The Devil's Toys

 

Digipak

       (Skinny 8-Bit Version)

Vinyl LP pink und grün

12. Explode

 

       (Dope Stars Inc. Remix)

 

13. Temple Of The Insects

 

 

       (Hacking The Wave Remix)

 

 



Line-Up:

 

Links:

Whiplasher

Gesang

Deathstars Homepage

Nightmare

Gitarre, Keyboard

Deathstars @ Facebook

Skinny

Bass

Deathstars @ Twitter

Vice

Drums

Nuclear Blast

 

 

 

 

 


The Perfect Cult  lautet der Titel der neuen CD von den  Deathstars, die am 13.06.2014 via Nuclear Blast auf den Markt kam. Das vierte Studioalbum des schwedischen Quartetts beinhaltet zehn Tracks. Als Produzent war Gitarrist/Keyboarder Nightmare im Einsatz. Für die Schlagzeug-, Gitarren-, und Bassproduktion arbeitete er zusammen mit Roberto Laghi im Bohus Sound Recording in Kungälv/Schweden, wo diese drei Instrumente auch eingespielt wurden. Die Aufnahmen fanden allerdings nicht nur dort statt... Für Keyboard, Orchestrierung und ihre Bearbeitung wurde das Black Syndicate in Stockholm/Schweden ausgewählt. In derselben Stadt röhrte Sänger Whiplasher seine Texte ins Mikro, das aber in den Gig Studios stand. Für den Mix des Albums sorgte Stefan Glaumann und gemastert wurde es von Svante Forsbäck im Chartmakers in Helsinki/Finnland. Irgendwie muss man froh sein, dass die sich am Ende alle wiedergefunden haben, um das Tonspuren-Puzzle zusammenzusetzen. ;-)


Diese Band besteht schon seit dreizehn Jahren und ihre Musik läuft unter Industrial Rock. Nach ihrem 2009er Studioalbum  Night Electric Night  ließen sie sich mit dem Nachfolger Zeit. Hat sich das Warten gelohnt? Meine Antwort wäre ein „Ja, aber...“ und zu diesem „Aber“ kommen wir später. Sänger Whiplasher, Gitarrist/Keyboarder Nightmare, Bassist Skinny und Drummer Vice kombinieren knackige Härte mit viel Power, coole Gitarrenriffs mit einem munter abrockenden Orchester. Die tiefe, sonore Stimme von Whiplasher kommt verdammt gut und bringt die Texte mit einem speziellen Gänsehauteffekt rüber. Seine Stimmbandakrobatik würde ich mehrheitlich als Sprechgesang bezeichnen, was er optimal drauf hat und damit der Musik das Sahnehäubchen aufsetzt. Über die Songs sagte Whiplasher, dass sie eine Situation oder ein Thema aus eigenen Erfahrungen der Bandmitglieder von einer stockfinsteren Perspektive aus reflektieren. Und so ist es kein Wunder, dass das ganze Album auf eine hörenswerte, interessante Art düster klingt... Bunt wird’s nur für die Vinyl-Liebhaber, denn die haben die schwere Wahl, ob sie die LP in pink oder grün kaufen.


Mit dem Opener  Explode  düsen wir in hinein ins dunkle Vergnügen. Zu diesem Song wurde vorab ein gut gemachtes Lyric-Video als Appetithäppchen kredenzt. Superstarke Nummer, bei der sich der Gesang ins Gehirn und der Rhythmus ins Gebein bohrt. Dieser Refrain und viele mehr auf diesem Album haben was von einer Hymne, zwingen zum Mitsingen - live wird das bestimmt ein besonderer Genuss. Vom Tempo her ist Unterschiedliches im Angebot. Die schnelleren Hämmerchen sind klasse, werden aber getoppt von den listig aus den Boxen schleichenden  Bodies  und  Noise Cuts. Die kriegen mich voll, haben einen hypnotisch-mystischen Touch - sehr cool gemacht! Ich habe mir beim Anhören von  The Perfect Cult  so einige Ohrwürmer eingefangen.


Bei fast jedem Track gibt es etwas Kleines, das mir besonders ins Ohr sticht und speziell punkten kann. In Sachen Kreativität wurde nicht gegeizt. Ein paar Beispiele: Bei  Fire Galore  sind es der zupfende Streichersound in den Strophen und die Drumbeats, bei  Ghost Reviver  der Klaviereinstieg und der Bassgroove. Temple Of The Insects  überzeugt mit superstarkem Keyboard und dem Einsatz verzerrter Stimmen, das langsamere  Noise Cuts  hingegen dank seinem eisig-lässigen Rhythmus und dem hingebungsvoll agierenden Orchester. Generell hat's einige einprägsame Gitarrenriffs, aber mit Soli ist's leider Essig.


Zu  All The Devil's Toys  wurde ein Videoclip mit Storyline gedreht, der meinen Geschmack nicht unbedingt trifft. Zudem ist diese Nummer für mich die schwächste des Albums. Insbesondere der „liebliche“ mehrstimmige Gesang im Refrain, das Gesäusel von Whiplasher im Zwischenteil und die Wiederholungsarie des Songtitels gegen Ende sind so grad gar nicht mein Ding. Und da ich bei den weniger gelungenen Aspekten angelangt bin, komme ich auf das oben erwähnte „Aber“ zurück: Sich genug Zeit für ein Album zu nehmen und in Ruhe Songs zu schreiben, ist lobenswert, aber von der Befüllmenge her bin ich nicht zufrieden. Nur zehn Tracks und die mit relativ normalen Laufzeiten – das finde ich alles andere als prickelnd! Das Digipak kommt zwar mit drei Tracks mehr daher, allerdings sind das nur Remix-Versionen eh vorhandener Nummern und auf diese Versionenvielfalt steh ich nicht.


Anspieltipps:

Explode – beginnt ruhig, ein Flugzeug düst vorbei und der Song startet mit genial gutem Taktgefüge durch. Gitarre und Bass setzen die besonderen Akzente und mich sofort in Bewegung. Ohrwurmalarm!

Asphalt Wings – sanfter Einstieg mit PlingPlingtönen, dann wird’s schneller und härter. Heißer, mitreißender Groove, Daumen hoch für die Gitarrenriffs und die Tastenarbeit. Die Strophen gehen optimal ab!

Bodies – langsamere Nummer mit bestechendem Rhythmus und einem gewissen hypnotischen Touch, extrem cool gesungen, Keyboard und Orchester top, endet mit Klavierpassage und rauschendem Wind.


The Perfect Cult  ist ein gelungenes Werk mit kleinen Schwachstellen. Dafür gibt’s von mir>
 

Bewertung:
Ankh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh Review
5 von 7 Ankhs

Marion Ney / Sarkophag Rocks
25.06.14
 

 

Deathstars-2014-01-m

Foto> ©2014 by Linda Åkerberg
 

 

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