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Sarkophag Rocks HP
         

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Elles Bailey

Wildfire
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Elles-Bailey-Wildfire-m

Tracklist:

 

01. Wildfire

4:33

02. Same Flame

3:23

03. What If I

3:33

04. Barrel Of Your Gun

3:10

05. Perfect Storm

3:42

06. Let Me Hear You Scream

3:26

07. Shake It Off

4:39

08. Shackles Of Love

3:43

09. Believed In You

4:17

 

10. Howlin’ Wolf

3:44

Release: 01.09.2017

11. Girl Who Owned The Blues

5:47

 

12. Time’s A Healer

4:22

Label: Outlaw Music

 

 

 

 

 

Format: Digipak

 

 

 

 

 


 

 


Album Line-Up:

 

Links:

Elles Bailey

Gesang

Elles Bailey Homepage

Bobby Wood

Klavier

Elles Bailey @ Facebook

Brent Mason

Gitarre

Elles Bailey @ Twitter

Chris Leuzinger

Gitarre

Elles Bailey @ Instagram

Joe Wilkins

Gitarre

Elles Bailey @ YouTube

Jonny Henderson

Hammond Orgel

 

Mike Brignardello

Bass

 

Wes Little

Drums

 

Will Edmunds

Gitarre

 

Zak Ranyard

Bass

 


 

 

 

Die englische Sängerin Elles Bailey hatte bei einem Roadtrip durch die Südstaaten Amerikas einen Stop in Nashville mit eingeplant, um dort einen Song als Demo aufzunehmen. Wie so oft im Leben kam es anders... Elles Bailey arbeitete in den Blackbird Studios mit namhaften Musikern der Nashville-Szene zusammen, die sie so sehr überzeugen konnte, dass nicht nur eine Nummer, sondern genug Stoff für ein Debüt-Album entstand. Zurück in der Heimat werkelte Elles dann noch mit Tastenakrobat Jonny Henderson sowie Gitarrist Joe Wilkins und so verbanden sich die musikalischen Einflüsse von zwei Kontinenten. Die CD trägt den Titel  Wildfire,  hat zwölf Tracks an Bord, wurde von Brad Novell produziert und kam am 01.09.2017 auf den Markt.


Elles Bailey kombiniert Blues mit Country, Soul und Rock, präsentiert also einen eigenen Stilmix. Das Außergewöhnliche ist für mich allerdings nicht diese Kombination, sondern ihre rauchige leicht heisere Stimme, die aus der heutzutage vorhandenen großen Menge an Sängerinnen herausstechen kann. Sie klingt nach jahrelang in Whisky und Zigarettenrauch gedünsteten Stimmbändern, aber ihr tolles Timbre ist die Folge einer schweren Erkrankung in ihrer Kindheit, die sie Gott sein Dank überlebte. Das und die Tatsachen, dass sie in einer musikbegeisterten Familie aufwuchs und der Vater in einer Bluegrass Band spielte, dürften sie und ihren Songwriting-Stil geprägt haben.


Obwohl Elles Bailey mit  Who I Am To Me  und  The Elberton Sessions  schon zwei EPs veröffentlicht hatte, war ihre Musik Neuland für mich. Der Videoclip zu  Wildfire  läutete meine Premiere ein und der interessante Aufbau des Titeltracks machte das Kennenlernen gleich mal zu einem Erlebnis. Eine Slidegitarre legt alleine los und faszinierende 40 Sekunden später steigen Bass und Drums ein, Elles singt die ersten Worte und ihre Stimme fesselte mich umgehend. Intensive Nummer im mittleren Tempobereich mit einem coolen Groove, heißem Gitarrensolo und einer Sängerin, die den Text nicht einfach nur singt sondern ihn lebt und das mit ihrem speziellen Timbre – diese Mischung machte Lust auf mehr. Ob das Album wohl den extrem positiven Eindruck der ersten Nummer bestätigen würde? Ich nehm's vorweg: ja, das konnte es.


Musikalisch wird ein ganz hohes Level geboten, was bei den Namen der beteiligten Herren an den Instrumenten kein Wunder ist und zu erwarten war. Trotzdem nutzt das nichts, wenn die Songs an sich nicht zünden können. Aber auch da Entwarnung – sie brennen gemeinsam ein kleines Feuerwerk ab, recht abwechslungsreich und vielseitig, mit guten Texten bestückt, mit Leidenschaft, Herzblut und Spaß eingespielt.


Der Titeltrack kommt als Opener zum Einsatz und das folgende locker-flockig rockende  Same Flame  punktet mit schmissigem Rhythmus, kurzem Tempobreak, pfiffigen Strophen und eingängigem Refrain. Die Nummer wurde als Single ausgekoppelt und das dazugehörige Video mit den tollen Landschaftsaufnahmen ist sehr sehenswert. Klavier und Hammondorgel dominieren den leisen Einstieg von  What If I,  das sich mit jeder Sekunde steigert, immer intensiver und eindringlicher klingt, aber wieder sanft und ruhig endet. Der Text mit Tiefgang wird optimal von der Musik umhüllt und Elles Bailey singt das „Was wäre wenn“ nachdenklich und emotional. Da  What If I  die aktuelle Single ist, gibt es auch einen Clip dazu, der die gesungenen Worte kreativ und atmosphärisch in bewegte Bilder umsetzt.


Ein komplett anderes Kaliber präsentiert  Barrel Of Your Gun,  das auf eine laszive, gedämpfte, etwas düstere Art bluest, mit Slidegitarre gewürzt, lässiger Groove, gesanglich großartig, heiße Nummer mit dem gewissen Etwas! Ein Cover hat's auf das Album geschafft und es ist einer, den ich so niemals erwartet hätte.  Shake It Off  ist im Original ein schneller Pop-Song von Taylor Swift, der zum Tanzen einlädt. Elles Bailey hat ihn komplett auf links gedreht und etwas völlig ganz Anderes draus gemacht, nämlich eine Blues-Nummer, die langsam und ruhig beginnt, dann etwas mehr Gas gibt und mit einem klasse aufgebauten Gitarrensolo glänzen kann. Tolle Idee, überrascht und gefällt!


Mit den letzten zwei Tracks wird es nochmals gefühlvoll und romantisch.  Girl Who Owned The Blues  schrieb Elles Bailey über Janis Joplin. Der Song steckt voller Emotionen und glänzt zudem durch starke Gitarrenbearbeitung. Dicke Gänsehaut bringt  Time’s A Healer.  Eine Ballade vom Feinsten, mit berührendem Text, der gewisse Gedanken in Gang setzt. Elles' Stimme fesselt in der rein akustisch gespielten Nummer ganz besonders – ein mehr als gelungener Abschluss für das Album.


Das waren meine Favoriten, wobei jeder Track dieses Albums auf seine Art punkten kann. Es gibt keinen Komplettausfall und als Kritikpunkte hab ich nur den Chorgesang und die Textwiederholungsfreude notiert, die mich bei 2-3 Songs etwas stören.


Anspieltipps:  Wildfire  -  Barrel Of Your Gun  -  Time’s A Healer


Ich orakle, dass man von Elles Bailey in den nächsten Jahren noch sehr viel hören wird. Für  Wildfire  gibt es von mir>
 

Bewertung:
Ankh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh Review
6 von 7 Ankhs

Marion Ney / Sarkophag Rocks
10.09.2017
 

 

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