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Larceny

Into Darkness

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Larceny-Into-Darkness-m

Tracklist:

 

01. Intro

1:39

02. Detour To Hell

4:10

03. Afterlife

4:19

04. Into Darkness

4:50

05. No Surrender

3:53

06. Limbus

4:53

07. Hold The Last Light

5:01

08. I Will Rise

4:59

09. Gunpowder Night

4:47

 

10. My Fall

4:27

Release: 30.04.2015

11. End Of Lies

4:16

Label: SAOL

 

 

 

 

 

Format:

 

Jewelcase-CD

 

 

 

 

 


 



Line-Up:

 

Links:

Oliver Gaupp

Gesang, Gitarre

Larceny Homepage

Andreas Augat

Gitarre

Larceny @ Facebook

Luke Frankenhauser

Bass

SAOL

Conny Ott

Keyboard

 

Dennis Siebert

Drums

 

 

 

 

 

Larceny  veröffentlichten am 30.04.2015 ein neues Album, das den Titel  Into Darkness  trägt. Die elf Tracks dieses Werkes wurden mit Produzent Achim Lindermeir im R.E.D. Studio aufgenommen und über das Label SAOL auf den Markt gebracht. Ihre Musik wird laut Pressetext unter Melodic Death Metal eingeparkt, jedoch mit Thrash und Black Einflüssen vermischt. Aha, was will man mir damit sagen? Ich schließe mal auf hart, schnell, melodisch, düster – das nimmt man ja gerne genauer unter die Lupe.


Ich kannte die Band vorab noch nicht und musste mich zuerst mal etwas einlesen.  Larceny  sind in Oberschwaben beheimatet, gründeten sich bereits 2004, spielten im Laufe der Jahre mehrere Tonträger in Form von Demos, Album und EP ein. Es dauerte wohl etwas, bis sie das passende Line-Up gefunden hatten und sie starteten mit der EP  Gunpowder Night  (VÖ 2014) praktisch in ein neues Kapitel der Bandgeschichte. Die Kombo besteht nun aus Oliver Gaupp (Gitarre & Vocals), Andreas Augat (Leadgitarre), Conny Ott (Keyboard), Luke Frankenhauser (Bass) und Dennis Siebert (Drums).


Bei den Vorgänger-Alben  Larceny  (VÖ 2010) und  My Fall  (VÖ 2013) war der Leadgesang noch weiblich besetzt, die wilden Screams und Growls steuerte Gitarrist Oliver Gaupp bei. Vier Songs aus diesen Zeiten finden sich in neu aufgenommenen Versionen auf der aktuellen CD wieder, denn nun ist Oliver alleiniglich der Herr des Mikros. Was er stimmlich so anstellt, klingt schön schräg, auf eine positive Art, weil genau das den besonderen Pfiff rein bringt. Keifend, geifernd und zeternd wütet er sich durch die Texte, schreit und grunzt in verschiedenen Varianten – da wird Gollum glatt grün vor Neid! ;-) Ich fand diese Stimmbandakrobatik der anderen Art sofort mehr als interessant und irgendwie faszinierend.


Die Musik gibt richtig was her, auf vielfältige Art. Die Instrumente haben in den Nummern auch Raum genug, um sich auszutoben und ihre kreativen Melodienfolgen zu präsentieren. Die Gitarren können mit klasse Riffs und heißen Soli hoch punkten. Bass & Drums hauen rein als gäbe es kein morgen, das geht durch und durch. Das Keyboard untermalt überwiegend und die immer mal wieder eingestreuten Klaviereinsätze bringen einen sehr schönen warmen Effekt in die kühle, dunkle, aggressive Härte der Songs. Wenn ihr euch selbst mal ein Bild machen wollt: bei YouTube könnt ihr euch den Titeltrack in diesem Clip anhören.


Track Nr. 1 ist ein  Intro,  das uns mit Klavierklängen 99 Sekunden lang sanft und ruhig in das Album geleitet. Die zehn folgenden Nummern krachen gewaltig aus den Boxen und halten die ein oder andere kleine Überraschung wie die oben erwähnten zarten Parts des Tasteninstruments parat. Weitere Beispiele gefällig? Da wäre die rein instrumentale erste Minute beim Titeltrack  Into Darkness  oder auch der einzige vielstimmige Einsatz, nämlich der des „F*ck you“ Chores in  No Surrender.  Ebenso zähle ich den über eine Minute langen rattenscharfen Ausritt der Gitarren in  Detour To Hell  und die kleinen feinen Schlenkerchen des Basses wie in  My Fall  oder  Limbus  dazu. Ich stehe auf ideenreiches Songwriting und das ist hier gegeben. Die ersten sechs Tracks nach dem Intro sind frische Werke, Nr. 8 bis Nr. 11 die neu eingespielten älteren Songs – wenn man's vorab nicht weiß, hört man's, denn da hat es schon gewisse Unterschiede zum aktuellen Material, was der Qualität aber keinen Abbruch tut.


Auch ein Kritikpunkt landete in meinen Notizen. Ich empfinde die Abmischung nicht immer als ideal – mal geht die Stimme zu sehr in den Instrumenten verschütt, mal übertönen Drums & Bass arg alles andere. Zudem ist es sehr schade, dass es nur ein Track in deutscher Sprache auf das Album geschafft hat. Klingt verdammt gut und ansprechend, davon hätte ich gerne noch 1-2 Stück mehr gehört... mindestens!


Anspieltipps:

Limbus  –  ist mit etwas abgebremsten Tempo unterwegs und die besagte einzige Nummer mit deutschem Text. Düster, schwermütig, kraftvoll, klasse Bass-Lines, starke Gitarrenparts, mitreißender Groove – Hammer!

Gunpowder Night  –  35 Sekunden sanfte Klaviereinleitung, dann startet der Song durch. Scharfer Rhythmus, treibende Drums, dezente Keyboard-Klänge und ein cooles von Klavier und Gitarre zelebriertes Zwischenstück.

Afterlife  –  gefällt mir vor allem dank seiner Wechselspiele in Sachen Tempo und Gesangsvarianten. Daumen hoch auch für die jagenden Bass & Drums Parts und das Gitarrensolo.


Irgendwie anders zu sein, sich von der Masse abzuheben... das ist immer gut und in der heutigen Zeit bei all den Bands auf dem Markt wichtiger denn je. Bei  Larceny  sehe ich die stimmlichen Kapriolen als eine Art Markenzeichen mit hohem Wiedererkennungswert an. Ihre Songs sind vielseitig und im Gesamten betrachtet, trifft es die oben erwähnte Beschreibung ihres Musikstils nicht auf den Punkt, denn da steckt doch ein bisschen mehr drinne. Mir sind diese Einstufungen ja eh wurscht – ich gehe offen, tolerant und unabhängig von Schubladenaufschriften an jedes Album ran und lasse meine Ohren entscheiden.  Larceny  sind auf einem sehr guten Weg und für  Into Darkness  gibt es von mir
 

Bewertung:
Ankh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh Review
5 von 7 Ankhs

Marion Ney / Sarkophag Rocks
12.04.2016
 

 

Larceny-Into-Darkness-001-m

Foto: ©2013 by Larceny
 

 

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