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Lordi

To Beast Or Not To Beast
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Lordi-To-Beast-Or-Not-To-Beast-m

Tracklist:

 

01. We’re Not Bad For The Kids

3:23

       (We’re Worse)

 

02. I Luv Ugly

3:47

03. The Riff

3:44

04. Something Wicked This

4:58

       Way Comes

 

05. I’m The Best

3:15

06. Horrifiction

3:28

07. Happy New Fear

4:45

 

08. Schizo Doll

4:34

Release: 01.03.2013

09. Candy For The Cannibal

4:42

Label: AFM Records

10. Sincerely With Love

3:14

 

11. SCG6: Otus Butcher Clinic

3:23

Formate:

 

 

Erste Auflage erscheint als Digipak

 

 

Ltd. Vinyl in Gatefold Sleeve

 

 

 

 

 

 



Line-Up:

 

Links:

Mr. Lordi

Sänger

Lordi Homepage

Amen

Gitarre

Lordi @ Facebook

OX

Bass

Lordi @ MySpace

Hella

Keyboard

 

Mana

Drums

AFM Records


 

 

Das sechste Studioalbum von  Lordi  trägt den Titel  To Beast Or Not To Beast  und erschien am 01.03.13 via AFM Records. Die elf Tracks wurden in Amerika unter der Regie von Produzent Michael Wagener eingespielt. Die erste Auflage gibt’s als Digipak und zusätzlich ist das Werk als Ltd. Vinyl im Gatefold Sleeve erhältlich.


Ich stehe generell auf Horror und Science-Fiction und gebe bereitwillig zu, dass ich schon lange ein Fan der finnischen Monster-Rocker bin. Die Musik geht gut ab und darüber hinaus bieten sie sehr viel für's Auge. Ihre Live-Shows sind grandios arrangiert, die Outfits und Masken absolute Hingucker – richtig liebevoll ausgedacht, mit ganz vielen Details und Verzierungen von den Haarspitzen bis zu den Zehen umgesetzt. Zum neuen Album gab´s auch wieder einen Satz frischer Monturen (siehe unten).


Für Leser, die nicht so vertraut mit der Band sind>  Lordi  Mitglieder treten ausschließlich im Monster-Ganzkörperdress und unter ihren Bühnennamen auf. Ich finde dieses ganze Konzept faszinierend und belasse es daher auch gerne bei ihren Monster Alter Egos. Einige werden  Lordi  wohl erst durch ihren überraschenden Erdrutsch-Punktsieg beim ESC 2006 wahrgenommen haben. Die Band besteht allerdings schon ein paar Tage länger. Der kreative Kopf der Truppe - Mastermind Mr. Lordi - ersann das Projekt  Lordi  bereits vor 21 Jahren. Nach und nach formte sich eine Band und 2002 erschien das Debüt-Album  Get Heavy.  Zeitsprung zurück nach 2013...


To Beast Or Not To Beast  ist die erste CD mit dem aktuellen  Lordi  Line-Up. Auf zwei Positionen agieren neue Monster - am Keyboard haut nun Hella in die Tasten, die eine alte etwas beschädigte Puppe darstellt. An den Drums ist jetzt Mana tätig. Sein Monster-Charakter ist eine Zombie-Mutation aus Prediger/Priester und Insekt. Mana nimmt den Platz des leider 2012 verstorbenen Tonmi „Otus“ Lillman ein. Otus spielte zwar live mit der Band, ist aber auf keiner der vorherigen CDs zu hören. Auf diesem Album erinnert der letzte Track  SCG6: Otus Butcher Clinic  an ihn und sein Können. Es ist kein Song im eigentlichen Sinne sondern eine kurze Einleitung plus einem Stück feinster Otus-Drum-Action. Eine sehr schöne Art, ihn zu verabschieden und ihm ein kleines bleibendes Denkmal zu setzen.


Was mir sehr gefällt> die Songs kommen etwas härter und rauer daher und das steht  Lordi  bestens. Schon die ersten Töne vom Opener  We’re Not Bad For The Kids (We’re Worse)  zeigen, wo der finnische Hammer hängt und Mana prügelt kräftig auf sein Arbeitsgerät ein. Dieser Song hat – wie einige andere Tracks auch - Überraschungen im Aufbau parat. Es kommt nicht immer so, wie man's vielleicht erwartet... Gitarrist Amen liefert meiner Meinung nach dieses Mal mehr an heißen Riffs und Soli ab und das Wirken der  Lordi  Mumie ist ein weiteres Highlight der CD. Was Hella an den Tasten fabriziert, passt einwandfrei ins Klanggefüge und sorgt für den gewissen Pepp. Bassist OX lässt die Saiten wummern und ergänzt sich klasse mit Drummer Mana.


Musikalisch ein Volltreffer auf ganzer Linie, Mana und Hella scheinen sich perfekt eingefügt zu haben. Die Musiker haben generell immer wieder die Möglichkeit, ihre Klasse an ihrem Instrument zu zeigen. Natürlich fehlen auch die Special-Effekts nicht, da hatten sie wieder viele nette schräge Ideen. Ein Beispiel:  Schizo Doll  berichtet über das Dasein einer neben der Kappe laufenden Puppe – man hört das Aufziehen eines Laufwerks, eine Art Spieluhrmelodie, eine piepsige Stimme meldet sich zu Wort, ein Puppenchor singt usw. In fast jedem Track ist etwas leicht Außergewöhnliches eingebaut, was den Text bzw. die Stimmung des Songs untermalt.


Die kratzig-raue Stimme vom Chef passt so genial zu der Musik wie die Mumie zum Sarkophag und er haut einem die Texte ideal um die Ohren. Die Lyrics drehen sich natürlich nicht um Liebe, das Weltgeschehen oder politische Themen. Sie erzählen Storys aus einer anderen Hemisphäre, der des Horrors, der Ängste und des Gruselns. Manche nennen das „böse“, aber so einige Leute auf diesem Erdball sollten generell mal aufhören, viel zuviel in Texte reindeuten zu wollen. Was auch erste Sahne umgesetzt wurde, sind die mehrstimmige Passagen. Der Monster-Chor hat richtig viel zu tun und es klingt grandios gut.


Das Cover – ein Hammer! Das wohl tote Pin-Up Girl, das den noch toteren Schädel in der Hand hält, dazu der CD-Titel  To Beast Or Not To Beast  –  die Gruselvariante von Shakespeares Hamlet hat was!!!


Ich liebe Zombie-Filme/Serien/Spiele wie z.B. “Resident Evil” und “The Walking Dead”. Daher bekam der Videoclip zu  The Riff  von mir volle Punktzahl. Naive Blondine rennt trotz Zombie-Invasion zum Toilettenpapier-Kauf in den Supermarkt, vergisst vor lauter Eile sich komplett anzuziehen, gerät vor Ort dann mitten ins Gemetzel und  Lordi  spielen dabei den Song zwischen den Regalen - ich hab mich köstlich amüsiert!!!


Einmal mosern muss ich>  I’m The Best  bringt mir Gänsehaut der anderen Art. Musikalisch klasse, auch die Strophen mag ich, aber der Refrain bringt mich schlichteweg zum Verzweifeln, da wollte ich nur noch in den Schreibtisch beißen. Ich ahnte nicht, wie oft man die Worte „I´m The Best“ in einen Song reinpacken kann – das tut einfach nur weh! Sorry, der Refrain bekam von mir ein „Geht-absolut-nicht“ und der Track wird bei jedem Anhören des Albums übersprungen. Naja und ein bis drei Songs mehr hätten es auf dem Album noch sein dürfen ;-)


Anspieltipps:

Candy For The Cannibal  –  war sofort mein absoluter Favorit. Verspielter Anfang, dann wird’s um einiges flotter, hat einige Tempowechsel, Bass klasse eingesetzt, Gitarrensolo vom Feinsten, der Refrain ist sp-sp-spitze!

Something Wicked This Way Comes  –  ein Glockenschlag leitet diesen langsamerem Track ein, der düster und schleichend anfängt und endet, dazwischen etwas Fahrt aufnimmt. Highlights sind der Gesang, das teuflische Gelächter, geile Gitarrenparts und die speziell gegen Ende sehr präsenten Drums.

Sincerely With Love  –  der Titel liest sich vielleicht nett, ist er aber nicht. Hört euch den Refrain an - gedacht hab ich mir das schon sehr oft ;-) Einstieg mit starken Drums, dann geht’s zur Sache, schnell, mit hohem Mitgröhl-Charakter.


To Beast Or Not To Beast  überzeugt und begeistert mich auf fast ganzer Linie. Ich habe diesen etwas härteren Streifzug mit  Lordi  durch die finnischen Horror-Gefilde genossen. Dafür gibt’s keine Candys, aber>
 

Bewertung:
Ankh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh Review
6 von 7 Ankhs

Marion Ney / Sarkophag Rocks
15.03.2013
 

 

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Fotos> ©2012 by Petri Haggrén
 

 

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