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Midnite Sun

Anyone Like Us?
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Midnite-Sun-Anyone-Like-Us-m

Tracklist:

 

01. Lost In A Killing Field

4:41

02. Mind The Gap

4:17

03. Right Wrong Way

4:21

04. Inferno

5:16

05. Lady Bullet

2:52

06. Fault

5:20

07. Unbreakable

4:26

08. Cannibal Love

5:19

09. The Look

4:00

 

10. Postcards From My Life

3:20

Release: 23.10.2012

 

 

Label: Logic(il)Logic

 

 

 

 

 

Format:

 

 

Jewelcase-CD

 

 

 

 

 


Line-Up:

 

Links:

Enrico Sarzi

Gesang, Piano

Midnite Sun Homepage

Chris Vicini

Gitarre

Midnite Sun @ Facebook

Willy Nicolini

Gitarre

Midnite Sun @ MySpace

Uncle Sappa

Bass

Logic(il)Logic

Mike Galletto

Drums

 

 

 

 

Alessandro Mori

Drums on tracks 1, 2, 4

 

Marco Morelli

Bass auf allen Tracks

 

(Sappa ersetzte Marco nach den Aufnahmen für die CD)

 

 

 

 

Die italienische Band  Midnite Sun  veröffentlichte am 23.10.12 ihre CD  Anyone Like Us?  via Logic(il)Logic Records. Die meisten der zehn Songs wurden von Oscar Burato in den Atomic Stuff Studios aufgenommen, von Vitty Magro abgemischt und von Team Vitty Magro/Carlo Cantini gemastert. Bei Track 1, 2 und 4 war Davide Di Marcantonio für Aufnahme, Mix und Mastering verantwortlich.


Die Band gründete sich bereits im Jahr 2000 und veröffentlichte 2005 ihr Debüt-Album  Groovin' SEXplosion,  war mir aber bis dato vollkommen unbekannt. Der erste Song, der mir überhaupt von  Midnite Sun  zu Ohren kam, war  Inferno.  Stimmen können mich magisch anziehen und was Sänger Enrico Sarzi gesanglich zu bieten hatte, faszinierte mich sofort. Natürlich muss mir auch die Musik liegen und das tat sie. Aber das war nur ein Song - würde das komplette Album diesem positiven Eindruck stand halten? Als ich die CD startete, war ich neugierig und gedanklich auf alle Eventualitäten vorbereitet :-) Die Nummern überraschten mich dann teilweise doch etwas, aber ausschließlich auf eine angenehme Art und Weise.


Diese Jungs spielen sich munter durch verschiedene Rock-Stile, bieten eine recht eigene Mixtur. Sich festzulegen scheint nicht unbedingt ihr Ding zu sein, was ja auch nicht zwingend notwendig ist, so lange es in die eine oder andere Richtung abrockt. Harte Brocken, zärtliche Töne, unterschiedliches Tempo, verschieden im Rhythmus, Flashbacks in die 80ziger... Hard-Rock, Alternative, mal ein bisschen Westerngitarre, mal ein Hauch Glam und dazwischen gibt’s ganz ganz viel Gefühl dank einer wunderschönen Midtempo-Nummer plus einer traumhaften Ballade. Ich empfinde die Abwechslung als erfrischend, jeder Song ist anders. Etwas geplättet war ich als sich  The Look  als Cover des  Roxette  Hits von anno Tobak herausstellte. Die Nummer hört sich auch in der rock'n'rolligen Version richtig gut an, ist allerdings für mich trotzdem der schwächste Song des Albums.


Egal, ob es hart oder ganz sanft zur Sache geht – die Musiker legen sich ins Zeug und bringen den optimalen Sound zustande: mal treten sie einem in den Hintern, mal streicheln sie die Seele. Die Gitarristen Chris Vicini und Willy Nicolini sind meine Helden, ich liebe das, was sie auf dieser CD fabrizieren. Die Riffs sind nicht von schlechten Eltern, die Soli grandios und komplett hin und weg bin ich, wenn sie die Akustikgitarren auspacken. Die Rhythmussektion macht einen idealen Job, kraftvoll und energiegeladen. Wobei die beiden Positionen etwas verwirren können, denn bei den Aufnahmen spielte noch Bassist Marco Morelli, er wurde allerdings anschließend durch Uncle Sappa ersetzt. Der eigentliche Drummer der Band heißt Mike Galletto, aber auf Track 1, 2 und 4 sitzt Alessandro Mori an der Schießbude. Beide Herren erledigen ihre Arbeit exzellent und so lange sich der richtige bei Live-Konzerten vor Ort einfindet, passt es doch ;-)


Der Aufbau vieler der Songs ist interessant und kreativ gestaltet. Ich mag´s, wenn ich überrascht werde, wenn ein Titel sich entwickelt und mehr zu bieten hat als nur Strophe/Refrain/Strophe/Refrain/fertig! Die Krönung ist allerdings die Stimme von Enrico Sarzi. Meine Güte, es macht endlos Spaß, ihm zuzuhören. Er variiert, bietet viele Facetten, legt etwas Besonderes in seinen Gesang, das mich wirklich total einfangen kann und bei den langsameren Parts die Gänsehaut zum Rotieren bringt. Die mehrstimmigen Einsätze klingen klasse und passen ideal.


Ein bisschen Kritik habe ich auch zu vermelden. Nur zehn Tracks – ich hätte liebend gerne noch zwei-drei mehr hören wollen. Und dann wäre da noch  Unbreakable  –  die Strophen des Songs find ich super, aber die Wiederholungsarie im Refrain versaut mir den Genuss. Wie oft darf man ein einzelnes Wort ungestraft immer wieder singen? Meine Schmerzgrenze wurde eindeutig überschritten und bei der Vokabel Unbreakable reagiere ich momentan arg gereizt...


Meine Anspieltipps:

Fault  -  eine Midtempo-Nummer, die es extrem in sich hat. Sanfter Beginn und der Song wird stärker und stärker. Genial gut gesungen, den Gitarren muss man ebenfalls ganz genau lauschen. Hammer!

Inferno  –  der Einstieg zart, aber dann... Fetter Sound, heißer Rhythmus, schwere Gitarren, cooles Solo, interessanter Aufbau, der Refrain ein Ohrwurm.

Postcards From My Life  –  eine Ballade der Sonderklasse. Gitarrenklänge vom Feinsten. Enrico Sarzi beweist sein zusätzliches Talent als Pianist und wie er diesen Text singt, das ist Gänsehaut pur!!!


Ein verdammt gutes Album, das musikalisch und textlich einiges zu bieten hat.  Midnite Sun  haben mich sehr positiv überrascht und es macht viel Spaß, mit ihnen abzurocken. Daher bekommt  Anyone Like Us?  von mir>
 

Bewertung:
Ankh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh Review
 6 von 7 Ankhs

Marion Ney / Sarkophag Rocks
15.12.2012
 

 

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