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Status Quo

 The Last Night Of The Electrics
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Tracklist:

 

01. Caroline

5:28

02. The Wanderer

2:46

03. Something ‘Bout You Baby I Like

2:17

04. Rain

4:36

05. Softer Ride

4:02

06. The Beginning Of The End

3:57

07. Hold You Back

4:45

08. Proposin’ Medley

7:26

09. Paper Plane

3:31

 

10. The Oriental

5:14

Release: 14.07.2017

11. Creepin’ Up On You

4:58

 

12. Gerdundula

5:03

Label: earMUSIC

13. In The Army Now

4:09

 

14. The Caveman

3:10

Format:

15. Roll Over Lay Down

5:59

Doppel-CD

16. Down Down

7:18

Ltd. Earbook Box-Set

17. Whatever You Want

5:03

DVD

18. Rockin' All Over The World

4:04

Blu-ray

19. Burning Bridges

3:52

180g Black Triple Vinyl

20. Rock And Roll Music/Bye Bye Johnny

6:30

 

 

 

 

              

 

Links:

 

 

Status Quo Homepage

 

 

Status Quo @ Facebook

 

 

Status Quo @ YouTube

 

 

 

 

 

 

 

Line-Up:

 

Francis Rossi

Gesang, Gitarre

Richie Malone

Gitarre

Rhino Edwards

Bass

Leon Cave

Drums

Andrew Bown

Keyboard, Gitarre

 

 

 

 


Status Quo  bringen am 14.07.2017 via earMUSIC einen weiteren Live-Mitschnitt auf den Markt. Er trägt den Titel  The Last Night Of The Electrics  und beinhaltet 20 Tracks, die bei der gleichnamigen Tour am 11.12.2016 in der Londoner O2 Arena aufgenommen wurden. Das Werk wird in verschiedenen Versionen angereicht, die da wären: Doppel-CD, DVD, Blu-ray, Limited Edition 180g Black Triple Vinyl sowie als limitiertes 120seitiges Earbook Box-Set inkl. der Doppel-CD, DVD und Blu-ray. Zum Reviewen lag mir der Audiostream vor.


Soviel zu den Grundinfos, die einfach zu schreiben waren... was auf alles Folgende nicht mehr zutrifft. In einem Review soll ich meine Meinung über ein musikalisches Werk kundtun und nicht nur den Pressetext umgestalten. Normalerweise hab ich kein Problem damit, meine Eindrücke, Gefühle und eventuell vorhandene Kritikpunkte in Worte zu fassen. Ich gehe neutral an jedes Album/jede DVD ran, auch meine Favoriten bekommen keinen Freifahrtschein für ihre Neuerscheinungen und schöngeschrieben wird ebenfalls nichts.


Wo fang ich an? Mit einem kurzen Schwenk zurück in die Vergangenheit - zum besseren Verständnis meiner Sicht und für Leute, die sich mit  Status Quo  nie näher beschäftigt haben. Diese britische Band exzisiert seit über 50 Jahren und ihre Musik gehört seit meiner Jugend zu meinem Leben, also über 40 Jahre lang. Ich rockte mit den Sängern/Gitarristen Francis Rossi und Rick Parfitt, Bassist/Sänger Alan Lancaster und Drummer John Coghlan los, die auch unter dem Spitznamen „Frantic Four“ berühmt-berüchtigt waren. Als John (1981) und Alan (1985)  Quo  verließen, fehlte mir ihr Spielstil bzw. Alans Stimme schon sehr. Die nachfolgenden Musiker hatten Klasse, keine Frage, aber wenn ich an  Status Quo  denke, sehe ich die „Frantic Four“. Das änderte sich nie, bis heute nicht. Francis und Rick waren die feste Konstante, so endlos viele Jahre lang. Rick erlitt 2016 nach einem Konzert einen Herzinfarkt, sollte sich erholen, das Ende der Konzerte mit Strom und eine letzte abschließende Tour mit Stecker in Dose wurden verkündet -  The Last Night Of The Electrics.  Rick war es gesundheitlich letztendlich nicht möglich, im Winter auf die Bühne zurückzukehren. Er wollte aber, dass die Gigs stattfinden und so sprang Richie Malone für ihn ein.


Ich wusste somit, dass dieser Live-Mitschnitt anders klingen würde, da Ricks spezielle Saitenbearbeitung und seine Stimme fehlen. Der erste Track  Caroline  startete, es folgten  The Wanderer,   Something ‘Bout You Baby I Like,   Rain...  und dann war der Punkt erreicht, an dem ich zuerst mal abschalten musste, denn die letzten beiden hatten richtiggehend weh getan. Ich war irritiert, verwirrt und alles andere als amused. Mit einem kleinen Tränchen im Augenwinkel hörte ich mir später die restlichen Tracks an und nach drei Kompletthördurchgängen wäre ich schreibbereit gewesen, hab mich aber zugegebenermaßen davor gedrückt...


Mein Fazit: musikalisch komm ich damit klar. Richie Malone bringt seinen Style mit ein und macht das verdammt gut. Diesen neuen Gesamtklang der Instrumente konnte ich akzeptieren, da ist Schmackes dahinter und die Abstimmung untereinander passt. Bassist John „Rhino“ Edwards und Drummer Leon Cave liefern einen knackigen Rhythmus, Andy Bown wirkt in gewohnt souveräner Marnier am Keyboard und Francis Rossi in Topform an der Gitarre. Einige Songs wurden leicht abgewandelt, mehrere gemeinsam in das  Proposin'  Medley gepackt,  Rock And Roll Music  und  Bye Bye Johnny  gibt es zum krönenden Abschluss im Doppelpack. Die Tonqualität ist prima, die Laufzeit des Doppeldeckers richtig ordentlich.


Probleme hab ich mit dem Gesang, heiliges Blechle, neee, da krieg ich gleich in mehrfacher Hinsicht die Krise. Früher hätte ich drauf gewettet, dass ich die Stimme von Francis Rossi immer umgehend erkenne. Die Wette würde ich nach dieser CD nicht mehr eingehen. Für meine Ohren hört sich Francis bei vielen Songs nicht nach Francis an. Wenn ich das richtig gesehen habe, hat Bassist John „Rhino“ Edwards mehrheitlich die Leadgesangparts von Rick übernommen. Tut mir leid, seine Stimme liegt mir nicht, das klingt nicht gut und letztendlich wäre es mir lieber gewesen, sie hätten diese Songs mit anderen aus ihrem reichhaltigen Repertoire ersetzt. Der Quo-typische zweistimmige Gesang hört sich unrund an, kann mich mehrheitlich nicht mehr packen und verpasst mir oftmals die Gänsehaut der anderen Art.


Status Quo  läuft im Player und ich fremdle - diese Tatsache hätte ich nie für möglich gehalten, aber es ist wirklich so. Ich sollte sie wohl als  Status Quo 3.0  ansehen und eigentlich müsste ich das dringend hinkriegen. Rick Parfitt wird nicht mehr zurückkehren, er verstarb leider am 24.12.2016. Das Umgewöhnen schaffe ich momentan nicht und ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob ich es kann, wenn die Gesangsparts mich in Zukunft nicht wieder überzeugen können. Richie Malone gehört jetzt fest zur Band – gute Entscheidung. Der Titel  The Last Night Of The Electrics  ist hinfällig, es geht jetzt doch mit Strom weiter – logische Entscheidung. Das Fan-Lager hat sich momentan etwas in den Haaren, einige sträuben sich gegen Kritikpunkte anderer – schlechte Entscheidung. Diskutieren ist okay, sich streiten ist Mist!


Ich akzeptiere die Ideen, Änderungen und Meinungen von Bands, aber ich muss nicht alles klasse finden und es bejubeln. Wenn mir etwas nicht gefällt, gefällt es mir nicht – egal, wer's erfunden hat. Die Akustik-Alben fand ich zum Beispiel sehr interessant, ich mochte diese neuen Versionen, war mal was anderes. Ich hätte davon aber nicht mehr gebraucht, die beiden vorhandenen CDs reichten.  Status Quo  wird immer in meinem Herzen bleiben, sie haben mir in über 40 Jahren viel gegeben. Nur bin ich halt mit diesem Live-Mitschnitt nicht wirklich glücklich und sage das auch ehrlich. Für  The Last Night Of The Electrics  gibt es von mir>
 

Bewertung:
Ankh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh Review
4 von 7 Ankhs

Marion Ney / Sarkophag Rocks
12.07.2017
 

 

 

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