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Tanzwut

Eselsmesse
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Tanzwut-Eselsmesse-m

Tracklist:

 

01. Intro

0:48

02. Asinum Chorum

3:57

03. Der Eselskönig

3:19

04. Saturnalia

3:34

05. Lux Hodie

3:37

06. Rhoslese

3:31

07. Unsere Nacht

3:54

08. Siria

3:16

09. Gregis Pastor Tityrus

3:33

 

10. Par Deus

3:40

Release: 06.06.2014

11. Orientis Partibus

3:37

Label: AFM Records

12. Briesel Occultum

4:35

 

13. Zieh mit mir

4:23

Format:

 

Jewelcase-CD

 

 



 


Line-Up:

 

Links:

Teufel

Gesang, Dudelsack

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Bruder Schlaf

Dudelsack

 

Oually Bomba

Drums & Percussions

 

Bruder Liebe

Drums & Percussions

 

René

Drums & Percussions

 

Shumon

Sitar

 

 

 

 

Gastmusiker:

 

 

Jule Bauer

Nyckelharpa, Gesang

 

Entr’Act

 

 

 

 

 

Eselsmesse  lautet der Titel des neuen Albums von  Tanzwut, das am 06.06.2014 via AFM Records auf den Markt kommen wird. Falls jemand diese 1997 gegründete Band aus deutschen Landen noch nicht kennen sollte, vorab die kurze Info: es gibt sie in zwei Varianten! Vor neun Monaten hatte die Rockformation zur  Höllenfahrt  eingeladen und nun bittet die Mittelalter-Combo zur Feier der  Eselsmesse.


Die dreizehn Tracks drehen sich um ein spezielles Narrenfest des Mittelalters. Da mir das völlig fremd war, nehme ich eine kurze Zusammenfassung aus dem Pressetext: „Die Eselsmesse - ein im Mittelalter als Messparodie entstandenes Narrenfest des niederen Klerus. Verkleidet feierten die Geistlichen ein gar weltliches Fest. In Art der "verkehrten Welt" trugen die Teilnehmer Tierkostüme und antworteten dem Segen des für diesen Tag ernannten Narren- oder Eselsbischofs mit zweideutigem Messgesang und Tierlauten, wie dem typischen IA-IA. Dem Narrenbischof musste Gehorsam geleistet werden. In dieser Zeit wurden alltägliche Zwänge und Regeln außer Kraft gesetzt.“ Natürlich ging bei diesem Ereignis ordentlich rund - ausführlich nachlesen könnt ihr es im Internet, denn die Google-Suche spukt jede Menge Infos darüber aus.


Die  Tanzwut-Musiker entführen uns auf's Neue in eine völlig fremde, vergangene Welt. Mit dem sehr kurzen  Intro  werden wir von einer Art Ausrufer bimmelnd zum Feste geladen und ins Mittelalter gebeamt finden uns in der feiernden Menge wieder. Von den restlichen zwölf Tracks sind die sechs mit den geraden Nummern rein instrumental und die sechs ungeraden mit Gesang. Letztere teilen sich dann nochmals auf: drei Songs werden mit deutschem Text vorgetragen (Nr.3, 7 und 13) und die anderen drei in Latein. Alles fein säuberlich verteilt, wobei ich mir ein bis zwei gesungene Werke mehr gewünscht hätte, da mir des Teufels Intonation der Lyrics auch auf dieser CD wieder sehr zusagt.


Die Nummern sind lebendig und spritzig, sie reißen mit, laden zum Feiern und Tanzen ein, setzen das Kopfkino optimal in Gang. Wenn man die Augen schließt, ist man mittendrin im wilden Treiben und taucht in eine bis dato unbekannte Festivität ein, dem phantasievollen Songwriting von Mastermind Teufel sei Dank. Den speziellen Kick bekommt die Musik durch die Kombination der eingesetzten Instrumente. Was man allein schon mit Dudelsäcken, Maultrommel, Flöten, Glocken, Sitar, diversen Schlagwerken usw. fabrizieren kann, ist für mich faszinierend. Die Dudelsäcke dominieren, aber halt nicht ausschließlich. Mir gefällt vor allem alles, was getrommelt und geschlagen wird.


Das musikalische Sahnehäubchen ist der Einsatz von sehr außergewöhnlichen Dingen aus der Natur, denen man ganz spezielle Klangerlebnisse entlockt. Da wären die Jakobsmuscheln als Rhythmusinstrument sowie der Eselskiefer (Quijada de Burro), der mit einem Stock und Schlägen zum Schnarren und Rasseln gebracht wird. Hört sich schräg an und fesselt zugleich. Hochklassige Gastmusiker waren an diesem Album beteiligt: die französischen Künstler der  Compagnie Entr’Act  mit ihren ausgefallenen Instrumenten sowie Jule Bauer (Triskilian) mit ihrer Nyckelharpa. Diese spielt Jule beim Song  Unsere Nacht, aber nicht nur das - sie kommt zusätzlich am Mikro zu Worte und singt mit Teufel ein Duett. Ein langsamerer Titel, bei dem man automatisch intensiv dem Text und den vielen verschiedenen Instrumenten lauscht, genau wie z. B. bei  Zieh mit mirLux Hodie  oder  Der Eselskönig. Schnellere Nummern wie  Asinum Chorum  oder  Briesel Occultum  setzen mit ihrem Rhythmus sofort das Tanzbein in Bewegung. Die Tempo-Mischung ist sehr gelungen, ebenso der Sound des Ganzen.


Anspieltipps:

Unsere Nacht – das Duett mit Jule Bauer bringt die Art Überraschungen mit sich, die ich so mag. Die beiden Stimmen harmonieren ideal miteinander und der weibliche Touch steht der mit deutschem Text versehenen Nummer richtig prima. Der spezielle Klang der Nyckelharpa, dazu ein Rhythmus, der ins Blut geht, gegen Ende wird etwas mehr Gas gegeben – meine No. 1!

Saturnalia – gefällt mir von den rein instrumentalen Songs am Besten. Mehrere Tempowechsel würzen den Track, geht bestens ins Gebein.

Gregis Pastor Tityrus – allein schon der schnarrende Einstieg samt Flötenspiel und die mit eingebundene für dieses Fest typische IA-IA–Antwort der Menge - schön schräg! Auch wenn ich bei der Sprache verstehenstechnisch passen muss, klingt sie doch klasse und dieses etwas langsamere Werk hat etwas Hypnotisches.


Ein sehr gelungenes Fest von  Tanzwut  – Mittelaltermusik vom Feinsten. Das Album  Eselsmesse  bekommt von mir ein dreifaches IA-IA-IA samt>
 

Bewertung:
Ankh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh Review
6 von 7 Ankhs

Marion Ney / Sarkophag Rocks
02.06.2014
 

 

Tanzwut-2014-m

Foto> ©2014 by AFM Records
 

 

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