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Thunder

 Wonder Days

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Thunder-Wonder-Days-m

Tracklist:

 

01. Wonder Days

4:49

02. The Thing I Want

3:42

03. The Rain

4:45

04. Black Water

3:41

05. The Prophet

4:36

06. Resurrection Day

4:29

07. Chasing Shadows

3:52

08. Broken

4:10

09. When The Music Played

6:09

 

10. Serpentine 

4:20

Release: 13.02.2015

11. I Love The Weekend

3:27

Label: earMUSIC

 

 

 

 

 

 

 

 

Format:

Bonus-CD Ltd. Deluxe Edition:

 

Jewel-CD

Live at Wacken 2013

 

Ltd. Deluxe Edition (Doppel-CD)

01. Dirty Love

 

Vinyl LP

02. River Of Pain

 

 

03. Higher Ground

 

 

04. Low Life In High Places

 

 

05. Backstreet Symphony

 

 

06. The Devil Made Me Do It

 

 

 

 

 

 

Line-Up:

 

Links:

Danny Bowes

Gesang

Thunder Homepage

Luke Morley

Gitarre

Thunder @ Facebook

Ben Matthews

Gitarre, Keyboard

Thunder @ Twitter

Chris Childs

Bass

 

Harry James

Drums

earMUSIC

 

 

 

 

 


EarMUSIC veröffentlichte am 13.02.2015 eine neue CD der britischen Band  Thunder.  Sie trägt den Titel  Wonder Days,  wurde in den Rockfield Studios in Monmoth/Wales aufgenommen, von Gitarrist Luke Morley produziert und von Mike Fraser gemischt. Das Werk ist in drei Varianten zu haben. Die Standard-CD und die Vinyl LP liefern elf Songs. Für Sammler und Musikfreaks ist sicher die Limited Deluxe Edition die bessere Wahl. Diese enthält eine Bonus-CD mit sechs älteren Songs, die 2013 beim Konzert in Wacken mitgeschnitten wurden und hat - laut Einblendung bei Amazon - auch ein anderes Cover.


Thunder  ist für mich eine kleine Wundertüte. Sie gründeten sich 1989, fingen mich 1990 mit ihrem Debüt  Backstreet Symphony  ein und hauten mich 1992 mit dem Nachfolger namens  Laughing On Judgement Day  total weg. Ich liebte und liebe diese beiden Alben und trotzdem verlor ich die Band dann ehrlich gesagt aus den Augen... Ich bekam aber mit, dass sie sich 1999 auflösten... um 2002 wieder neu durchzustarten... 2009 kam mir zu Ohren, dass sie erneut ihre Trennung verkündet hätten, aber sie traten munter weiter auf und jetzt segelt Studioalbum Nr. 10 in den Player. Faszinierend ist übrigens die Menge an Live-Mitschnitten in der  Thunder Discographie  und auch an Compilations mangelt es nicht. Sie konnten in ihrer bisherigen Laufbahn schon sehr viele Tonträger an die Musik-Fans bringen und heimsten weltweit Gold- und Platin-Alben ein.


Ebenso beeindruckend finde ich die Tatsache, dass das Line-Up in den 25 Jahren nur auf dem Posten des Bassisten hin und her und wieder zurück wechselte... Sänger Danny Bowes, Gitarrist & Keyboarder Ben Matthews, Gitarrist Luke Morley, Bassist Chris Childs und Drummer Harry James sind ein bestens eingespieltes Team. Leider mussten sie bei Auftritten in letzter Zeit krankheitsbedingt auf Ben Matthews verzichten und da er sich noch in der Erholungsphase befand, konnte er auch nicht bei den Studiosessions dabei sein. Seine Gitarren- und Keyboardparts spielte Luke Morley ein.


Hatte sich die sechsjährige Wartezeit auf musikalischen Nachschub von  Thunder  gelohnt? Würden sie mich wieder mit ihrem speziellen Mix aus Rock, Blues und Soul einfangen? Kann die Stimme von Sänger Danny Bowes mich immer noch in Verzückung bringen? Die Antworten lagen einen Klick auf „Start“ entfernt...


Die Tracks 1 bis 5 zeigen schon die Vielfalt, die  Thunder  zu bieten hat. Als Opener gibt's  Wonder Days,  in gebremsten Tempo, mit intensiven Drums, kraftvollen Gitarrenriffs, klasse Solo und einem Refrain, der sich sofort im Gehörgang einnistet. Was mir nicht gefällt, ist das im Mittelteil der Nummer eingefügte Chorgeträllere. Das schnellere  The Thing I Want  punktet vor allem mit der Gitarrenarbeit und dem schmissigen Rhythmus.  The Rain  ist ein ruhigerer Song mit jeder Menge Folk-Feeling, von der Mandoline und Dannys Stimme getragen – ein geniales, berührendes Leckerchen.


Einen verdammt lässigen und coolen Groove bringt  Black Water,  setzt sofort den Bewegungsapparat in Gang, die bluesigen Gitarren begeistern. Total verwirrt haben mich die ersten Sekunden von  The Prophet  – dank dem Riff dachte ich,  Thunder  covern  Barracuda  von  Heart.  Aber neee, es ist doch was Eigenständiges, das flott abgeht, angetrieben durch den Beat der Drums und den Gitarren. Der längere Instrumentalteil ist ein weiteres Highlight.


Die folgenden vier Songs schwächeln... ein bisschen bis arg.  Resurrection Day  plätschert komplett an mir vorbei, da zündet gar nichts. Dieses leere Gefühl vermittelt mir auch das langsamere  Broken.  Sehr schade, denn ich stehe ja total auf die Kombi „geile Stimme singt Ballade“. Beide Nummern sind sicher extrem Radio- bzw. massentauglich, mir sind sie aber zu glatt und – so leid es mir tut – sie berühren mich nicht. Bei  Chasing Shadows  glänzen Bass und Gitarren, allerdings nervt der Background-Chor.  When The Music Played  liefert interessante Strophen plus Bridge, aber der Refrain kann mich nicht unbedingt überzeugen. Diese beiden Tracks werte ich als gut, mir fehlt aber das gewisse Quentchen, um es zur runden Sache zu machen.


Das Finale des Albums hat's dann noch mal gewaltig in sich.  Serpentine  verfügt über einen ideenreichen Aufbau mit mehreren Tempowechseln: langsamer Einstieg, Blues pur, dezent mit Akustikgitarrenbegleitung, die Stimme steht voll im Fokus. Dann wird Gas gegeben, der Bass heizt ein. Der letzte Song  I Love The Weekend  lässt den Zeppelin los. Daumen hoch für die Power-Drums und die Action sämtlicher Saiteninstrumente - scharfes Geschoss.


Anspieltipps: The Rain  -  I Love The Weekend  -  Serpentine


Mein Fazit: verlernt haben die Herren definitiv nichts. Ihr kreatives Talent, die verschiedenen Stile ideal zu vermischen und so ein abwechslungsreiches Hörerlebnis zu zaubern, ist nach wie vor auf hohem Level aktiv. Die Songs können mich mehrheitlich packen, aber halt leider nicht alle. Daher gibt es für  Wonder Days  von mir>
 

Bewertung:
Ankh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh Review
5 von 7 Ankhs

Marion Ney / Sarkophag Rocks
13.02.2015
 

 

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