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Versengold

Zeitlos

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Versengold-Zeitlos-m

Tracklist:

 

01. Zeitlos

4:22

02. Ihr Seid Musik

3:31

03. Kein Trinklied

3:56

04. Frühlingsgruß

4:28

05. Hoch Die Krüge

2:56

06. Wolken   

3:44

07. Die Schönheit Der Schatten

5:23

08. Luna's Reel

2:41

09. Spaß Bei Saite

3:58

 

10. Der Rubel Rollt

3:51

Release: 31.07.2015

11. Schon Immer Mal

2:57

Label: Fuego

12. Sol's Reel

2:12

 

13. Die Namen Von Millionen

3:27

Format: Book Style CD

14. Schlaflied

4:08

 

 

 

Links:

 

 

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Line-Up:

Malte "Snorre" Hoyer

Gesang, Flöten

Daniel "Paule" Gregory

Gitarre

Thomas "Pínto" Heuer

Bodhrán, Perkussion

Florian "Honza" Janoske

Violine, Mandoline, Bouzouki

Alexander "Hengest" Willms

Violine, Nyckelharpa, Concertina, Bouzouki

Eike "Otje" Otten

Bass, Gesang

Sean "Schorti" Lang

Schlagzeug, Klavier

 

 

Gastmusiker:

 

Katja Moslehner

Gesang Track 7


 

 



Am 31.07.2015 veröffentlichte das Label Fuego mit  Zeitlos  das inzwischen siebte Studioalbum der deutschen Band  Versengold.  Vierzehn Songs gibt es zu hören, in der heutigen Zeit eine mehr als ordentliche Befüllung. Da ich nach wie vor den digitalen Download ablehne, freut es mein Sammlerherz sehr, wenn in Punkto Gestaltung einer physischen Version der Kreativität freier Auslauf gewährt wird. Die CD im Bookstyle macht richtig was her, für Layout und Design zeichnet Benjamin Urban (Hygin Grafix) verantwortlich. Das eher ruhig gehaltene Cover fesselt den Blick dank der eingesetzten Farbkombinationen sowie der verschmolzenen Darstellung von Sonne und Mond.


Das Studieren der Presseinfos hatte meine Neugier angespitzt und ich war natürlich gespannt, ob ich ihre Wortakrobatik als gülden einsortieren würde.  Versengold  aus Bremen schickten ihr Debüt-Album  Hoerensagen  bereits 2003 auf die Reise in die CD-Regale. Trotzdem waren sie für mich absolutes Neuland, ich kannte die Band leider noch nicht. Liegt sicherlich mit daran, dass ich akustischen Folk zugegebenermaßen nicht unbedingt regelmäßig höre. Sieben Mannen an Instrumenten wie zum Beispiel Bodhrán, Concertina, Schlüsselfidel, irische Handtrommel, Geigen, Flöten und Akustikgitarren, abgerundet durch dezenten Einsatz von Bass und Drums - eine nicht unbedingt standardmäßige und dadurch verstärkt interessante Besetzung.


Nach dem ersten Hördurchgang war ich bereits arg beeindruckt und beim zweiten stellte sich auch das Gefühl der Begeisterung intensiv ein. Ich mag die Texte sehr, da sie was hergeben und vor allem das Wie fasziniert mich: aktuelle und historische Themen werden behandelt, immer auf den Punkt formuliert, teilweise ernst, teilweise heiter, mal ironisch und scharfzüngig, mal berührend und nachdenklich. Wenn man willig ist und das Köpfchen sinnvoll-kreativ beim Formulieren einsetzt, kann die deutsche Sprache extrem fesseln. Von daher ziehe ich meinen Hut vor Chefschreiberling Malte "Snorre" Hoyer. Ein spezielles Lob geht aber an alle beteiligten Musiker für ihren Ideenreichtum beim Schreiben der Nummern und für die tolle Umsetzung. Alle wissen meisterlich mit ihren Instrumenten umzugehen und in Sachen Tempo wurde ebenso für Abwechslung gesorgt. Ich empfinde gerade die verhältnismäßig vielen ruhigen Tracks als ausgesprochen eindringlich, bei denen die Instrumente für eine tief emotionale Atmosphäre sorgen.


Mit  Luna's Reel  und  Sol's Reel  gibt es zwei rein instrumentale Songs auf die Ohren, die – wie an den Titeln unschwer zu erkennen - die Symbole des Mondes und der Sonne auf dem Cover nochmals aufgreifen. Alle anderen Nummern sind mit aussagestarken Texten bestückt. Themen wurden gekonnt in Worte gekleidet, die heftiges Kopfkino auslösen und ich liebe die verwendeten Metaphern. Der in  Kein Trinklied  besungene Inhalt einer Flasche steht sinnbildlich für den Wert des Lebens und den positiven Aspekten darin.  Frühlingsgruß  erinnerte mich an eine Frage aus meiner Kindheit, nämlich ob Blumen sterben, wenn man sie pflückt. Auch hier kann man verschiedene Deutungen der Lyrics in Betracht ziehen.  Ihr seid Musik  erläutert deutlich, was Musikschaffende ohne unsereinen wären – in Ermangelung geneigter Zuhörer können sie halt nun mal einpacken.  Hoch Die Krüge  lädt zum ausgiebigen Feiern und Tanzen ein. Letzteres überkommt einen dank schmissigem Rhythmus auch bei einigen anderen der Werke. Hat man das Tanzbein zur Genüge geschwungen, kann man sich auf der Couch einrollen und den sanfteren Tönen lauschen...


Die Balladen sind ein Träumchen, sie berühren und gehen unheimlich unter die Haut. Wer hier nicht genau hinhört und die Texte wirken lässt, verpasst eindringliche Gänsehautmomente. Meine Favoriten: das bedrückende  Die Namen Von Millionen  hat mich voll erwischt und sorgte für feuchte Augen. Beim eher mystischen  Die Schönheit Der Schatten  kommt Katja Moslehner von  Faun  als Gastsängerin zum Einsatz und liefert mit ihrer Stimme das Sahnehäubchen auf ein einnehmendes Schmankerl. Als Rausschmeißer hat's passenderweise das  Schlaflied.  Die Musik besinnlich und einschlaffördernd, wenn man aber den Worten lauscht, könnte ein Albtraum folgen.


Die kreativen Wege dieser Band sind nicht so einfach zu beschreiben – selbst reinhören wäre angebracht. Bei Interesse könnt ihr das beispielsweise über die Videoclips zu  Frühlingsgruß,   Hoch Die Krüge  und  Ihr seid Musik  angehen.


Kritik im eigentlichen Sinne hab ich keine. Was mir nicht so ganz zusagt, sind die Laufzeiten einiger Tracks – unter drei Minuten ist schon arg kurz bemessen und wenn mir ein Song gut gefällt, möchte ich ihn lang und länger genießen dürfen.


Anspieltipps:  Die Namen Von Millionen  –  Frühlingsgruß  -  Die Schönheit Der Schatten


Zeitlos bietet inspirierende Texte und pfiffige Melodien, die ideal umgesetzt und kombiniert mit besonderem Touch und Klangbild mitten ins Herz bzw. ins Tanzzentrum treffen - ein in jedem Bestandteil ansprechendes Werk. Die Mischung passt und das Album liefert einen anregenden Hörgenuss. Dafür gibt’s von mir>
 

Bewertung:
Ankh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh Review
6 von 7 Ankhs

Marion Ney / Sarkophag Rocks
06.10.2015
 

 

Versengold-Zeitlos-01-m

Foto> ©2015 by Martin Huch
 

 

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