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Walter Trout

The Blues Came Callin'
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Walter-Trout-The-Blues-Came-Callin'-m

Tracklist:

 

01. Wastin' Away

4:51

02. The World Is Goin' Crazy

4:32

       (and so am I)

 

03. The Bottom Of The River

5:23

04. Take A Little Time

2:51

05. The Whale Have Swallowed Me

4:51

06. Willie

5:01

07. Mayall's Piano Boogie

3:39

08. Born In The City

5:49

 

09. Tight Shoes

3:41

Release: 30.05.2014

10. The Blues Came Callin'

5:33

Label: Mascot Label Group

11. Hard Time

4:18

 

12. Nobody Moves Me Like You Do

7:12

 

 

 

Formate:

 

Jewel-CD

 

 

Special Edition (CD + DVD)

 

 

Vinyl Doppel-LP

 

 

 

 



Line-Up:

 

Links:

Walter Trout

Gesang, Gitarre

Walter Trout Homepage

Rick Knapp

Bass

Walter Trout @ Facebook

Sammy Avila

Orgel

Walter Trout @ Twitter

Michael Leasure

Drums

Mascot Label Group

 

 

 

Gastmusiker:

 

 

John Mayall

Keyboard

 

 

 

 


 


Provogue Records/Mascot Label Group veröffentlichte am 30.05.2014 das Album  The Blues Came Callin’  von Walter Trout. Als Produzent zeichnet Eric Corne verantwortlich. Über die Arbeit im Studio erfährt man einiges in diesem sehenswerten und bewegenden EPK. Man kann zwischen zwei CD-Versionen wählen, beide enthalten zwölf Tracks, aber die Special Edition hat zusätzlich eine DVD an Bord. An die Vinyl-Sammler wurde auch gedacht, für sie ist eine Doppel-LP erhältlich.


Walter Trout steht seit fast 50 Jahren als Blues-Sänger und Gitarrist auf der Bühne und feiert 2014 sein 25jähriges Jubiläum als Solokünstler. Was wäre die Blues-Szene ohne ihn? Aus Interviews weiß man, dass dieser Mann das Herz am rechten Fleck sitzen hat und mit einer großen Portion Humor ausgestattet wurde. Er ist aber auch ein tapferer Kämpfer, denn trotz einer schweren Erkrankung, die ihm extrem zusetzte, hörte er nicht auf zu singen, zu spielen, zu touren und Songs aufzunehmen. Seine Leidenschaft für die Musik wurde für ihn zu einer Art Therapie...


In den zehn Songs, die Walter Trout für diese CD schrieb, spiegelt sich sein Überlebenskampf sowie seine Gefühle und Gedanken über seine Vergangenheit, seinen Durchhaltewillen, seine neue Hochachtung vor dem Leben, seine Wünsche und seine Konfrontation mit dem Sterben. So wurde  The Blues Came Callin'  zu einem ganz besonders intensiven und berührenden Hörerlebnis. Sehr ehrlich, emotional und nachdenklich, aber ohne dabei in Trauer oder negativen Gedanken zu versinken, das ist beileibe nicht der Fall. Ich kann mich des öfteren nicht in Songtexte reindenken, weil ich selbst nie Ähnliches erlebt habe, mir das Besungene total fremd ist oder gegen den Strich geht. Das ist bei diesem Album völlig anders und hat mich volle Breitseite erwischt...


Neben diesen zehn von Walter Trout geschriebenen Songs hat's noch zwei weitere. Einer stammt aus der Feder seines alten Weggefährten John Mayall, der bei einigen Tracks des Albums auch als Gastmusiker in die Tasten haut. Bei  Mayall's Piano Boogie  ist er dann voll und ganz in seinem Element. John Mayall lässt seiner Kreativität freien Lauf und es macht großen Spaß, ihm und der Band zuzuhören. Ein Cover hat's ebenfalls auf die CD geschafft:  The Whale Have Swallowed Me, im Original von J.B. Lenoir.


Walter Trout spielt auf extrem hohen Level, was er alles an den Saiten zaubert – Wahnsinn! Er setzt in seinem Spiel alle Emotionen ideal um, lässt sie lebendig und spürbar werden. Natürlich kredenzt er uns auf dieser CD ganz viel von seiner Gitarrenkunst und insbesondere die Soli sind zum Niederknien. Seine Band besteht aus Bassist Rick Knapp, Drummer Michael Leasure und Sammy Avila an der Hammond-Orgel. Alle brillieren an ihren Instrumenten und mit ihrem exzellenten Zusammenspiel. Logischerweise dominiert der Blues, aber auch Rock'n' Roll und Boogie Woogie gibt’s auf die Ohren. Neben den Stilen variiert auch das Tempo – eine perfekte Mischung und das in bestem Sound.


Ich mag die vielen Highlights, die ich außer den Gitarrenparts für mich entdecken kann. Ein paar Beispiele: die groovende Mundharmonika bei  Willie, ein kleines bisschen Westernfeeling bei  The Bottom Of The River, die Percussioneinsätze bei  The Whale Have Swallowed Me, die fröhliche Leichtigkeit von  Mayall's Piano Boogie, den schmissigen Beat der zweiten rein instrumentalen Nummer  Tight Shoes, den sehr lässig-coolen Rhythmus von  Born In The City  und  The World Is Goin' Crazy (And So Am I), der meinen Körper sofort in Bewegung setzt. Wirklich jeder Song bringt solche speziellen Begeisterungsmomente mit sich und gesamt gesehen ist dieses Album wirklich ein 5 Sterne Menü für die Gehörgänge.


Anspieltipps:

The Blues Came Callin' – mitreißender Rhythmus, heiße Gitarre, auch vom Gesang her mein Favorit. John Mayall steuert ein Solo an den Tasten bei.

Take A Little Time – Rock'n'Roll vom Feinsten, man fühlt sich wie in den 60ies, sieht die Schmalztollen wippen und die Petticoats fliegen.

Nobody Moves Me Like You Do – langsamerer Song, sehr intensiv, eine wunderschöne Liebeserklärung an die Ehefrau.


Walter Trouts Durchhalten wurde belohnt, am 26.05. konnte eine Lebertransplantation durchgeführt werden. Die Genesungszeit wird dauern und wir wünschen Walter Trout von Herzen gute Besserung. Der Tag, an dem dieser Ausnahmekünstler wieder auf die Bühne zurückkehren kann, wird etwas sehr Magisches haben.


Musik muss mich berühren und faszinieren können. The Blues Came Callin'  kann das, fesselt und beeindruckt mich auf ganzer Linie, ist in Sachen Emotionen und Qualität ein wahres Feuerwerk. Dieses musikalische Juwel bekommt von mir>
 

Bewertung:
Ankh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh Review
7 von 7 Ankhs

Skarabaeus-Review
plus Skarabäus

Marion Ney / Sarkophag Rocks
09.06.2014
 

 

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