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Grini

The Last Warning

Mailinterview

15.08.13
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Grini, vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, meine Fragen zu beantworten. Los geht’s:


Eure CD  Progression  wurde am 28.06.2013 durch Massacre Records veröffentlicht. Wie fielen die Reaktionen seitens der Presse und den Fans aus - seid ihr zufrieden mit dem Feedback, das ihr bisher bekommen habt?

Insgesamt sind wir ganz zufrieden mit dem Feedback, das wir bekommen haben. Die Reviews sind zum größten Teil positiv ausgefallen. In den großen Magazinen sind wir sehr gut weggekommen, was uns besonders gefreut hat. Aber natürlich waren auch einige schlechte Rezessionen dabei, aber damit muss man leben können, wenn man CDs veröffentlicht. Und ein Review wird halt immer bis zu einem gewissen Grad subjektiv sein.

Von unseren Freunden und Fans haben wir durchwegs sehr sehr gutes Feedback erhalten.



Kannst du bitte die Mitglieder von  The Last Warning  vorstellen und uns etwas über die Geschichte der Band erzählen?
Also wir haben da den Roland (Gitarre und Gesang), der ist so die Seele der Band und befasst sich am Intensivsten mit der Musik. Der Stefan (Gitarre) ist neben Roland der zweite Songwriter in der Band. Markus (Drums) ist die Rhythmussektion von uns, er zeichnet sich auch für die Mobilität der Band verantwortlich. Stefan (Bass) ist ein Paradebassist, der auch sehr fußballbegeistert ist. Meine Wenigkeit (Gesang) macht ein wenig das Management für die Band und ich steuere auch die Texte zu den Songs bei.

Die Geschichte von uns ist schnell erzählt. Wir kamen vor über 10 Jahren zusammen und fingen an, Musik zu machen. Wir sind in kleinen Schritten immer professioneller geworden und haben uns weiter entwickelt. Zudem haben wir uns den Arsch in allen möglichen und unmöglichen Locations abgespielt, inklusive zweier Tourneen in Asien.
Mit dem neuen Album Progression haben wir erstmals mit einem Produzenten gearbeitet und im Nachhinein betrachtet war es die richtige Entscheidung. Wir sind eine der wenigen Bands, die noch immer in Originalübersetzung spielen und dies seit so vielen Jahren.



Ich kenne meine Favoriten der CD. Gibt es einen oder mehrere Tracks, die eine ganz besonders tiefe Bedeutung für dich haben?
Ein besonderer Track für mich ist  Progression, der schlussendlich auch unser Albumtitel geworden ist. Im Song geht es um das Vorankommen und um das persönliche Wachstum. Dabei ist die Weiterentwicklung gemeint, die man als Persönlichkeit macht, aber auch die „Progression“ der Band an sich. Ich finde es immer interessant, wenn man nach ein paar Jahren zurückschaut und sieht, wie viel Scheiß man gemacht hat, aber man hat bei den schmerzhaften Dingen fast immer den größten Lerneffekt.



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Es gibt mittlerweile endlos viele „Schubladen“ in der Musik. Ihr werdet mal bei Thrash Metal und mal bei Death Metal einsortiert. Wie würdest du selbst eure Musik in eigenen Worten beschreiben?
Also ich hab mit beiden „Schubladisierungen“ kein Problem. Von unseren musikalischen Wurzeln (und unseren Lieblingsbands) sind wir aber klar im Thrash Metal zu Hause.



Kannst du mir aus der Sicht eines Musikers sagen, was für euch die wichtigsten Erfahrungen und Eindrücke auf dem Weg von den ersten Ideen bis zum fertigen Album waren?
Beim aktuellen Album war verdammt viel Arbeit dahinter. Ich denke, das war für uns eine wichtige Erkenntnis. Speziell mit unserem Produzenten Lia (R.D. Liapakis) war es kein leichtes Brot. Der hat uns richtig in den Arsch getreten und hat das Maximum aus der Band rausgeholt. Da hatten wir fertige Songs, wo wir dachten, die sind gut und er hat uns ins Gesicht gesagt, dass die scheiße sind und wir mussten einiges ändern. Da fällst Du am Anfang aus allen Wolken. Aber so haben wir gelernt, dass wirklich gute Songs nicht von ungefähr kommen und die meisten erfolgreichen Musiker auch hart dafür arbeiten müssen. Es wird einem nichts geschenkt und das ist auch gut so.



Konntet ihr eure Vorstellungen und Ideen im Studio komplett umsetzen wie geplant?
Im Studio konnten wir ganz zügig vorankommen. Wenn Du einen Produzenten hast, dann geht es im Studio allerdings nach seinem Kopf, aber ich denke, wir haben uns ganz gut arrangiert. Wir haben mit der Vorproduktion schon gute Arbeit geleistet gehabt, deshalb gab es nicht so viele Überraschungen. Außer, dass ich Idiot mich beim Grölen und Schreien übernommen habe und dann meine Stimme weg war. Anfängerfehler, aber ok. Die Vocals habe ich dann einen Monat später nachgeholt. Beim Einsingen hat mich Lia auch ein paar Mal auf die Palme gebracht, aber dafür klingen die Vocals jetzt so aggressiv, haha.



Brauchst du eine spezielle Stimmung und/oder Umgebung, um kreativ zu sein?
Bei mir ist das komisch. Ich bin durchwegs immer ein wenig kreativ. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich besonders dann die besten Texte abliefere, wenn es mir beschissen geht. Oftmals habe ich so eine dunkle Zeit, wo alles zu viel zu werden scheint und genau dann bin ich am Kreativsten. Vielleicht, weil ich genau dann ein Ventil brauche, um diese Dunkelheit loszuwerden.




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Um was geht es in den Texten, was sind die wichtigsten Inspirationen für euch beim Schreiben?
Ich finde, dass die besten Texte jene sind, wo man Persönliches hinein verarbeitet. Aus dem einfachen Grund, weil es dann sehr ehrlich ist und man kann seine ganzen Emotionen beim Singen und Schreien reinlegen. Aber ich verarbeite nicht nur Persönliches in den Texten, sondern auch andere Dinge, die mich beschäftigen.



Der Song  The Beast  befasst sich mit einem aufsehenerregenden Kriminalfall in Österreich aus den Neunzigern. Wer kam warum auf die Idee, über 20 Jahre später darüber einen Text zu schreiben?
Die Idee kam mir, als ich eine Doku über Jack Unterweger gesehen habe. Zum einen glauben wir ja immer, dass die bösen Serienkiller nur in Amerika rumlaufen, obwohl wir in Österreich einige schräge Kriminalfälle schon hatten, zum anderen hat mich die Auseinandersetzung mit dem Menschen Jack Unterweger dann gefesselt. Und zwar aus dem Grund, als dass Jack Unterweger ja schon im Gefängnis war und dann nach einem psychologischen Gutachten freigekommen ist. Deshalb stellte ich mir die Frage: Kann man einen Menschen mit so einer gefährlichen Persönlichkeit heilen? Hat jeder so etwas wie Gnade verdient? Auf die Fragen habe ich für mich keine Antwort gefunden, deshalb habe ich dann die Lyrics dazu geschrieben.



Wenn ich in Sachen Musik an euer Heimatland Österreich denke, kommen mir immer noch eher Mozart und Falco in den Sinn, aber weniger harte Metal-Klänge. Wie schaut´s generell in Österreich mit Rock & Metal, wächst die Szene stetig?
In den letzten Jahren hat sich einiges getan. Viele Bands fangen an, professionell zu arbeiten. Ich denke, dass die Qualität der metallischen Klänge in Österreich zunehmen wird. Da wird sich auch in Zukunft noch einiges tun, denn Potential haben wir ja durchaus.



Welche Bands/Musiker/Sänger haben dich am meisten beeinflusst?
Also aufgewachsen bin ich mit Bands wie  SepulturaMachine HeadIron MaidenPantera  etc. Wenn ich eine Person nennen müsste, dann wäre es wohl Max Cavalera. Seine Passion für die Musik hat mich immer inspiriert.



In eurer „On Tour“-Sektion stehen momentan nur noch zwei Termine für den September – wird es im Herbst/Winter eine ausgedehnte  Progression  Tournee geben?
Ja klar. Wir werden im Oktober eine Tour machen mit Gigs in Österreich und Osteuropa. Das letztendliche Routing steht aber noch nicht, deshalb haben wir das noch nicht preisgegeben.



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Was habt ihr sonst noch für die nächsten Monate geplant?
Wie gesagt ist eine Tour im Oktober am Programm plus ein paar Einzelshows. Zudem würde ich gerne anfangen, an neuen Songs zu arbeiten. Mal sehen, ob ich meine Bandkollegen dazu motivieren kann.



Das Musikbusiness verändert sich, der digitale Download ist auf dem Vormarsch, Vinyl ist zurück – bevorzugst du die physische CD, den digitalen Download oder die gute, alte Vinyl-Version?
Vinyl habe ich gar nicht mehr. Bei mir ist es eine Mixtur aus digitalen Medien. Ich kaufe CDs im Laden und kaufe auf iTunes. Zusätzlich habe ich noch einen Deezer Account.



Welches Album war das erste, das du jemals gekauft hast und welche CD hast du dir zuletzt zugelegt?
Das erste Metal Album, das ich besessen habe, war  Somewhere In Time  von  Iron Maiden. Das hat mir meine Mutter noch gekauft, als ich vierzehn war. Ich kann mich echt nicht mehr erinnern, was das erste Album war, dass ich mir selber gekauft habe. Dunkel erinnere ich mich an  Live After Death, ebenfalls von  Iron Maiden, aber nagel mich nicht fest.



Was läuft gerade in deinem CD/MP3 Player?
Momentan läuft bei mir die neue Scheibe von  Five Finger Death Punch  -  The Wrong Side Of Heaven And The Righteous Side Of Hell  auf und ab. Das Album ist wirklich sehr stark geworden.



Möchtest du diesem Interview noch etwas hinzufügen?
Danke für das Interview und „Cheers“ an alle eure Leser. Hoffe, wir sehen uns mal „On the Road“!



Vielen Dank für deine Zeit. Wir wünschen euch alles Gute und viel Erfolg mit  Progression!!!




Fotos: Nr. 1 © Massacre Records / Nr. 2 © Robert Leitner
Logo: © The Last Warning

 

 

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