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Kissin´ Dynamite

Interview mit der ganzen Band

29.08.2009
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Kissin´ Dynamite Homepage
Kissin´ Dynamite @ MySpace

On Stage @ Summers End Open Air

 

Kissin Dynamite Interview1_thumb

 

 

Ohne die jungen Wilden geht’s nicht, Nachwuchsbands braucht die Rockszene. Der Idealfall sind Jungs, die mit Herz und Seele abrocken und Musik im Blut haben. Kissin´ Dynamite aus dem Schwabenland gehören eindeutig in diese Kategorie, für mich mit dem Hinweis: haben was drauf, die packen es. Möchte mich auch hier nochmals bei Wolfgang für den Tipp bedanken. Alles, was sich in Dauerrotation in meinem CD-Player drehen darf, hat mich überzeugt. Und so ging es mir mit  Steel of Swabia, dem ersten Album von Kissin´ Dynamite.


Beim Summers End Open Air in Andernach stand ein Interview an. Wir lernten fünf sympathische, witzige, herrlich normale Jungs kennen, mit der Liebe zur Rockmusik im Herz und ohne die kleinsten Anzeichen von einsetzendem Grössenwahn ;-)


Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas ins Schleudern geriet. Ist aber wohl kein Wunder, wenn man standardgemäss fragentechnisch auf einen Interviewpartner vorbereitet ist und dann hat man plötzlich fünf davon. Die komplette Band fand sich zur Fragerunde ein und plauderte munter drauf los. Es ging sehr locker und amüsant ab, machte richtig Spass. Dafür und für die Zeit, die die Jungs uns geopfert haben, sagen wir vielen Dank!!! Und einen speziellen Dank an Jim für die optimale Organisation des Interviews und die Hilfestellung bei den skandinavischen Sprachen :-)


Und damit ihr eventuell nachvollziehen könnt, warum das Ganze soviel Spass gemacht hat, gibt´s das Interview nicht sinngemäss zusammengefasst sondern in der Plauderversion.



Kissin Dynamite Interview 2_thumb



Ihr geht alle noch zur Schule. Wie vereinbart ihr das mit den Auftritten - rockt ihr nur an Wochenenden oder bekommt ihr frei?

Hannes: Genau richtig - natürlich geht bei allen die Schule noch vor, wir wollen alle das Abi abschliessen. Wir haben den Weg natürlich schon eingeschlagen und dann wollen das auch zu Ende bringen. Dementsprechend ist es momentan wirklich so, dass wir nur an Wochenenden spielen können oder wenn Ferien sind - dann können wir auch touren.

Jim: Aber ein paar Ausnahmen gibt es...

Hannes: Wenn das so richtig wichtige Sachen sind, dann hauen wir auch mal einen Schultag drauf.




Da gibt es keine Probleme mit den Lehrern?

Hannes: Die tolerieren das und die unterstützen das sogar wirklich.




Wollt ihr nach dem Abi studieren oder nur noch Musik machen?

Hannes: Also wenn ich das von mir aus sage: nicht studieren, den Fokus nur auf Musik. Ich weiss nicht, wie geht’s euch?

Steffen: Das ist im Allgemeinen so bei der Band, das muss ja funktionieren. Ich meine, wir können ja nicht auf der Strasse sitzen mit der Akustikgitarre...

Jim: Wobei, mir würde das gefallen...

Steffen: Das ist nicht mein Ziel...




In euren Steckbriefen habt ihr bei euren musikalischen Favoriten sehr viele ältere Bands mit drin, die teilweise älter sind als ihr. Wie seid ihr zu dieser Musik gekommen, durch eure Eltern? :-)

Jim: Also hauptsächlich, weil wir so mit sechs Jahren die Schallplatten von AC/DC anhören mussten, wir mussten sie anhören, uns blieb gar nichts anderes übrig und so kam das halt...




Habt ihr euren Bandnamen Kissin´ Dynamite nach dem Songtitel von AC/DC ausgewählt?

Hannes: Genau richtig, das war eine ganz lustige Story. Wir haben unglaublich viele Stunden im Proberaum für die Namensuche verbracht. Wir haben wirklich Proben drauf gehabt, wo wir keinen Ton gespielt haben und dauernd überlegt haben: wie nennen wir uns... Wie nennen wir uns, was sind wir, was verkörpern wir? Das Ende war ganz simpel: irgendwann hat Andis Telefon geklingelt und da er immer so alte Schinken wie Rolling Stones oder auch die alten Sachen von AC/DC - und das war Kissin´ Dynamite - als Klingelton hatte, kam uns dann: wow, was ist das denn jetzt? Kissin´ Dynamite - das passt doch und seither ist das unser Name.




Steffen, wie geht´s der Hand, die gebrochen war, keinerlei Probleme?

Steffen: Nee, wir hatten ja schon vor drei Wochen einen Auftritt in Worms. Ich habe halt alles mögliche gemacht, damit die Hand schnell wieder fit war. Das ging in Worms auch schon ganz gut und heute hatte ich keinerlei Probleme.

Ande: Am beeinträchtigsten war ich...




Warum?

Ande: Steffen hatte heute morgen meine Hand im Tourbus eingeklemmt, möchte ich eben mal sagen.

Es folgte ein allgemeines: Oooooooh...

Jim: Eine Runde Mitleid...

Steffen: Einen Gig mussten wir absagen, das war zwei Tag nach dem Unfall...

Hannes: Nee, zwei mussten wir absagen...

Steffen: Zwei? Nee, war nur einer...

Hannes: Aber eine Pussy hätte fünf Gigs abgesagt, um das mal klar auszudrücken. Ein Knochenbruch dieser Art dauert sechs Wochen bis er verheilt ist und Steffen hat nach drei Wochen wieder die volle Show durchgespielt.




Ich dachte: oh je, Hand gebrochen, sagen sie jetzt den Gig in Andernach ab...

Steffen: Andernach war eigentlich gar keine Diskussion. Das war für mich von vornherein klar, dass wir den auf jeden Fall spielen. Es ging nur um den einen in Worms, aber den haben wir auch durchgezogen. Ich hatte auch keine Probleme soweit, etwas habe ich gemerkt, aber es ging wieder.




Habt ihr Pläne, eine DVD rauszubringen?

Hannes: Och, das noch nicht. Wir wollen erst mal nächstes Jahr unser zweites Album rausbringen und so eine Live-DVD hängt ja auch so ein bisschen vom Erfolg ab. Eine Live DVD, wo dann vielleicht 500 Mann in der Location waren, das wirkt natürlich nicht so gross als wenn 5.000 da sind. Ich denke, das so ne Live DVD erst in zwei-drei Jahren relevant wird. Wir handeln immer nach dem Leitspruch ganz oder gar nicht. Wenn wir was machen, machen wir´s richtig.




Dieses und letztes Jahr habt ihr jeweils zwei Festivals gerockt, zusammen mit anderen namhaften Acts. Wie empfindet ihr es, wenn ihr mit euren Vorbildern auf den gleichen Bühnen spielen könnt?

Steffen: Ja, mittlerweile ist es so, zum Beispiel auch heute mit Axxis, die kennen wir mittlerweile ganz gut. Am Anfang war es immer so ein  Uhuhu  und mit der Band und der Band... Aber eigentlich gehen wir ganz normal damit um. Das sind auch nur Menschen wie wir und die bringen das auch so rüber. Sie sind eigentlich auch Backstage ganz normal. Es ist nicht unbedingt, dass man jetzt total aufgeregt ist, wenn da ne grosse Band dabei ist.

Hannes: Genau richtig.

Jim: Zum Beispiel mit Axxis ist es so, da erzählen wir uns dann gegenseitig die Geschichten von der Aftershowparty, die manche Bandmitglieder nicht mehr wissen. Das ist immer ganz amüsant.

Hannes: Ja, mit den allermeisten Bands, auch mit den grossen, führen wir vor und nach dem Gig Gespräche und knüpfen Kontakte, Freundschaften sogar. Auch mit U.D.O haben wir heute schon ein bisschen geschnackt. Das ist auch ganz cool, wenn man irgendwie auch so richtig von den Grössen als akzeptierter Musiker bestätigt wird - das ist natürlich ein tolles Gefühl. Und das machen wir auch ganz gerne und wir hatten eigentlich nie das Denken: oh ein grosser Mensch, ein Star ich bin ganz aufgeregt. Das haben wir eigentlich schon von Anfang an ganz nüchtern betrachtet.

Jim: Die gehen genau so aufs Klo wie wir...

Hannes: ... um es ordinär auszudrücken...




Ihr seid sehr jung – vorhin fiel im Publikum der Vergleich mit Tokio Hotel. Nervt das?

Steffen: Du bist die Erste seit ungefähr einem Jahr, die den Vergleich anstellt. Am Anfang war das ganz extrem, aber mittlerweile eigentlich nicht mehr.




Kommt nicht von mir, hörte ich im Publikum. Hat sich das gelegt?

Hannes: Ich bin überhaupt gar kein Band-Disser und ich sag das jetzt ganz objektiv: Es gibt ein Video auf YouTube, das nennt sich Tokio Hotel vs. Kissin´ Dynamite. Da sind die Wertungen und Kommentare ganz klar auf unserer Seite und auch in Gästebüchern und auf unserer Homepage. Wenn dann so ein Vergleich kommt, dann heisst es da: Tokio Hotel ist scheisse, ihr seid geil, ihr seid genauso jung und macht bessere Musik und es geht mehr ab. Wie schon gesagt, ich betrachte das objektiv, ich werte nicht selber. Bands dissen finde ich selber blöd. Ich gönne denen ihren Erfolg. Aber den Vergleich kann man meiner Meinung nach nicht ziehen, weil wir was ganz anderes machen.




Meiner Meinung nach merkt man im Publikum, ob eine Band auf der Bühne Spass miteinander hat oder nur ihr Programm abspult. Ihr geht auf der Bühne gut ab, der Funke springt ganz anders über, wenn man im Publikum merkt, die verstehen sich...

Hannes: Das ist auch immer was, das uns angerechnet wird: das wir Spass auf der Bühne haben und zwar unglaublich und das es dadurch sehr authentisch wirkt und auch der Spass auf das Publikum übertragen wird.




Wie Ande abgeht... Wahnsinn... Merkt man bei euch allen, aber Ande war extrem... hat richtig Spass gemacht, euch zuzuhören und zuzuschauen!

Ande: Danke...

Jim: Das freut uns auch...

Steffen: Das ist sogar so im Proberaum...

Hannes: Das ist unser Ziel. Eine Band kann ihre Songs noch so perfekt spielen und es muss letztendlich den Leuten Spass machen. Ich meine, wozu kommt ein Zuschauer auf ein Festival oder ein stinknormales Konzert? Er will Spass haben, er will was geboten kriegen und er will mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. Man kann sein Brett einfach auch perfekt runterspielen und es berührt keinen. Der Funke muss wirklich überspringen und da habe ich das Gefühl, dass das bei uns glücklicherweise so ist.

Jim: Zum Thema Bewegen> wir tragen regelmässig auch blaue Flecken von der Probe nach Hause. Wir haben einen relativ engen Proberaum und wenn wir uns dann so bewegen... ich auch mit meiner spitzen Gitarre... dann komme ich dem einen oder anderen schon mal in die Quere.

Hannes: Da kann ich anknüpfen - das liegt nicht nur am engen Proberaum. Auch auf richtig grossen Bühnen wie zum Beispiel Bang Your Head, trag ich von Jim’s spitziger V-Gitarre, ESP-Gitarre, für den Otto-Normalverbraucher nennt sich das ja, wie...

Steffen: Flying V

Hannes: Flying V, genau. Die ist relativ spitz und da trägt man mal so Schrammen und teilweise Schlitzwunden von sich

Ande: Guck mal hier, ich habe schon ein Loch im Bauch (zeigt auf seinen Bauchnabel)

Jim: Aber nur so verdiene ich den Respekt in der Band...

Hannes: Einmal bin ich vor lauter Gehüpfe in das Schlagzeug gefallen. Die Leute fanden das super, die dachten, das gehört zur Show, Andi fand´s nicht so toll...

Ande: Ist auch schon öfter passiert... während die beiden normalerweise mit Funk spielen, hab ich immer noch ein Kabel. Also die Gründe dafür brauchen wir jetzt gar nicht weiter ausdiskutieren. Ich spiele schon immer mit Kabel und habe einfach keine Lust, das zu ändern. Auf jeden Fall ist mir da schon das eine oder andere Malheur passiert und zwar, dass ich über’s Kabel gestolpert bin.

Hannes: Über sein eigenes...

Ande: Über mein Kabel, genau...

Hannes: Das ist ne Leistung...

Steffen: Es gab nur eins auf der Bühne, muss man klar sagen.

Ande: Aber mein Gott, in dem Moment denke ich dann So What, das kann passieren und man muss das Beste daraus machen.

Jim: Das ist live...

Ande: Und wenn man sich dann auf dem Boden rumwälzt und ein paar Töne dazu spielt, dann finden das die Leute geil. Also man muss immer das Beste aus der Situation machen.

Jim: Ich hab ja immer noch die Theorie, dass Angus eleptischer Anfall vom Kabel stammt

Steffen: Epileptischer Anfall...

Jim: Ich hab’s nicht so mit der Eloquenz.

Hannes: Ja, unser elaborierter Wortschatz erlaubt es uns, uns eloquent und adäquat auszudrücken – dankeschön!




Zum Song I Hate Hip-Hop – gab´s da Stress oder Probleme mit Hip-Hoppern?

Hannes: Ich weiss nur von einem Song von Sido, aber das wird wohl kaum ein Konter gegen uns gewesen sein. Da gibt’s nen Song, der heisst Heavy Metal Payback...

Steffen: Der ist von Bushido... nicht das wir uns da auskennen, aber der ist von Bushido :-)

Hannes: Die heissen doch alle gleich... was ja soviel heisst wie Heavy Metal Rache. Aber das wär ja ein unglaublicher Zufall, wenn das auf uns... nee... Aber im Gegenteil, wir haben schon einige Hopper bekehrt.

Ande: Ja, wir haben ein paar, da stand immer, wir mögen Bushido bla bla bla und da stehen sie bei uns in der 1. Reihe und schütteln ihre Haare. Zumindest die Mädels, bei den Mädels fällt es mir ziemlich auf, das die dann trotzdem auf unsere Konzerte kommen und dabei sind.

Andi: Das Lied ist ja nicht nur gegen Hip-Hop sondern eher auch generell gegen künstlich gemachte Musik. Einfach ein Hail auf die handgemachte Musik!

Hannes: Das kann jetzt aber auch nur von ihm kommen und das ist auch richtig, dass es von ihm kommt. Er ist der Lyriker der Band, unser Drummer Andi schreibt die Texte.




Andi schreibt alle Texte und der Rest der Band die Musik?

Hannes: Er schreibt schon auch mal das eine oder andere Riff, er kann ja auch ein bisschen Gitarre, aber er macht hauptsächlich die Texte und das wird auch echt immer gut.

Jim: Bei unseren Autogrammstunden hat er auch immer die Akustikgitarre übernommen.




Auf Autogrammstunden waren wir nicht, da keine in unserer Ecke stattfanden.

Steffen: Das tut mir leid.




Was sagen eure Eltern zu eurem Werdegang, unterstützen sie euch?

Hannes: Sie stehen maximal hinter uns, absolut!

Andi: Der Vater von Ande und Hannes ist sogar unser Manager.

Hannes: Auch die anderen Eltern - heute sind von zweien Elternteile da. Die helfen sogar meistens mit, sie kommen nicht bloss, um hier Kissin´ Dynamite zu gucken sondern die arbeiten auch was.

Steffen: Die gucken auch danach, dass wir nicht nur nach der Musik gehen sondern auf dem Boden bleiben und ein Fundament schaffen.

Hannes: Das ist auch ist auch echt wichtig. Vor allem als wir jünger waren, da brauchten wir einfach die Unterstützung. Ohne Eltern - wenn die nicht dahinter stehen, geht nix. Da sind wir auch dankbar drum.

Steffen; Wir dürfen jetzt gerade mal seit einem knappen Jahr selber Autofahren.

Jim: Bei der Musik stehen sie voll dahinter, sie haben nur ein Problem, wenn ich immer die Mädels mit nach Hause bringe :-)

Hannes: Warte, da fällt mir gerade noch was ein, weil Jim sagte, wir mussten die alte Musik hören. Das stimmt natürlich nicht ganz. Ein Teil von uns - und da kann ich für mich sprechen - wollte das hören. Ich habe mir immer die AC/DC Platten von meinem Vater geklaut und hab die zum Einschlafen gehört anstatt Benjamin Blümchen und Co. KG, was die anderen in meinem Alter hörten. So bin ich zum Rock, Hardrock, Metal gekommen.

Ande: Mir ging das auch so. Mein Key-Experience, wie man so schön sagt, war Angus Young, den ich mit acht Jahren...

Hannes: ... sechs, sieben, ich war sechs, du warst sieben...

Ande: Okay, es war mit sieben - ich sah Angus Young, wie er einfach beim Spielen unter Strom steht auf der  Let There Be Rock  VHS war das noch, eine Videokassette. Da hab ich ihn gesehen und da wusste ich: okay, das ist genau das, was ich machen will, was ich mal werden will und dahin soll die Reise gehen. Seit diesem Tag spiele ich Gitarre.

Jim: Als die Gitarre noch grösser war wie wir selber, haben wir angefangen – so kann man das sagen.




Wie habt zusammen gefunden, in der Schule als Schülerband?

Hannes: Genau! Man muss dazu sagen: die Band Kissin´ Dynamite besteht eigentlich aus zwei ursprünglichen Bands, die irgendwann fusioniert haben, weil genau die richtigen Leute, die in einer Band gefehlt haben, bei der anderen Besetzung dabei waren und da wieder die Bandmitglieder gefehlt haben, die bei der anderen vorhanden waren. Das war so vor ungefähr drei Jahren. Also die Originalbesetzung ist seit drei Jahren beständig. Und wir haben auch so das Gefühl, dass das perfekt passt. Unter sich kennt man sich natürlich von der Schule.

Ande: Ich würde sagen, professionell läuft das Ganze auch seit drei Jahren, weil wir seit drei Jahren den Plattenvertrag haben und Produzenten. Aber die Roots gehen zurück bis 2000.

Hannes: Seit acht-neun Jahren gibt es den Grundkern schon.

Ande: Er war neun und ich war zehn, da standen wir schon auf der Bühne. Und damals stand ich schon immer oben ohne, also ich mach das schon immer und der Grund, warum ich das heute mache ist ganz einfach der, dass es noch nie anders war. Und damals noch mit Babyspeck, das hat mir aber nie was ausgemacht.

Hannes: Damals fanden das die Leute einfach lustig - die Kleinen, die da auf der Bühne versuchen, gross zu sein und guten Hardrock zu spielen. Die Leute fanden das gut, aber natürlich immer für das Alter entsprechend. Ich meine, wir waren neun und zehn und dass das noch nicht richtig gut sein kann, ist ja klar. Wir machen das jetzt schon seit acht Jahren, die Routine ist langsam richtig drin. Ja, jetzt klappt das auch richtig geil. Der Altersaspekt ist zwar immer noch da - siebzehn-achtzehn ist ja auch noch nicht so das typische Alter - aber er gerät immer mehr in den Hintergrund.

Steffen: Er ist nicht mehr ausschlaggebend.



Welche Festivals wollt ihr unbedingt mal gerockt haben?

Hannes: Da kann ich so einiges sagen, nächstes Jahr will ich bitte Sweden Rock, Wacken, Rock am Ring wär schön, Graspop, wenn man´s mal richtig übertreibt Masters of Rock, Rock in Rio, die richtig grossen Dinger halt.

Jim: Wir haben ja noch Zeit. Das ist echt das Gute

Ande: Und was ich an der Stelle auch erwähnen muss ist einfach... ich meine, wir sind jung - ich und wir alle wir sind einfach unheimlich zufrieden und stolz darauf, was wir in solch jungen Jahren eigentlich schon machen dürfen und was wir auch in dem Alter schon haben.




Wenn jemand von euch verlangen würde für den grösseren Erfolg den Musikstil oder den Kleidungsstil zu ändern...

Von Kissin´ Dynamite ein energisches fünffaches nein

Jim: Alle waren dagegen, dass ich meine Haare schwarz färbe.

Hannes: Nee nicht alle, ich war dafür, weil ich selber Sleazer bin so wie Jim. Ich habe auch hochgestellte Haare.

Steffen: Auch nicht, wenn es die Plattenfirma sagt. Das wollen wir beibehalten, vor allem den Musikstil und auch den Style.

Hannes: Im Gegenteil, wir werden sogar härter mit dem zweiten Album.

Ande: Um es mit anderen Worten auszudrücken: die Quintessenz der Ambivalenz... mit der Equivalenz ist es, dass wir genau...

Hannes: ... dass er nicht weiss, wovon er spricht...

Ande: Was ich sagen will ist, dass dann der Sinn der Band verloren geht, sobald wir uns verstellen müssen. Wir müssen genau das machen und wollen genau das machen, was uns vom Herzen her vorgegeben wird. Was wir machen, geht auch nicht vom Kopf sondern geht einfach vom Herz aus. Es macht uns Spass und genauso wollen wir das auch machen. Wenn dann irgend jemand kommt und sagt, ihr müsst euch verstellen, dann verliert das Ganze seinen Sinn.

Jim: Dann lassen wir es lieber bleiben.

Hannes: Uns kickt einfach die Musik, die wir machen, das ist geil.

Jim: Wir haben da auch eine super Connection zur Plattenfirma. (> EMI) Irgendwie finden die alles cool, was wir machen. Die stehen da komplett dahinter.




Das neue Album kommt also 2010 – wann ungefähr?

Hannes: Können wir immer nicht so genau sagen...

Jim: Qualität braucht ja Zeit. Wir haben ja gesagt, wir machen nur Richtiges, nichts Halbes.

Hannes: Eben, Qualität braucht Zeit. Mal ganz grob orientiert - Sommer 2010.




Was läuft zur Zeit in euren CD-Playern bzw. als Favoriten in euren i-Pods?

Jim: Lass uns ein bisschen schleimen, Gotthard natürlich :-)

Steffen: Ist auf jeden Fall dabei bei mir.

Kissin´ Dynamite: Auch immer noch die alten Sachen AC/DC, Iron Maiden, Jim und ich natürlich ganz arg Mötley Crue, Poison, Winger, Cinderella, Warrant, die 80er, Guns´N´Roses, Ratt, Steel Panther neuerdings...

Hannes: Wir mögen alles, was nicht gerade New Wave und Hip-Hop ist.




Und an neueren Bands?

Kissin´ Dynamite: The Poodles, H.E.A.T., Crashdiet, Hardcore Superstar…

Steffen: Sturm und Drang find ich ganz gut. Obwohl die ja im ganz entfernten Sinne Konkurrenz sind, aber die find ich echt nicht schlecht.

Jim: Die würde ich gerne mal treffen.




Die Finnen sind klasse...

Jim: Mein Lieblingsland – Finnland.

Hannes und Jim: Sun äiti makaa kännissä aldissa ja haisee makkaralle - auf Deutsch: deine Mutter liegt besoffen vor Aldi und stinkt nach Bockwurst.




SR vergibt Sonderpunkte!!! ;-)

Jim: Ich habe auch von Lordi schon mal eine Jägermeisterflasche bekommen, weil ich sie auf Finnisch gebeten habe, mir die zu schenken.

Hannes: Und Lordi hat mir übrigens noch ein Schimpfwort beigebracht, das ist persereikä und heisst Arschloch – dankeschön!

Jim: Und weil wir schon in Skandinavien sind: din mamma knullare – ist Norwegisch. Dankeschön! (heisst so was wie Son of a bitch.)

Ande: Viel Spass beim Abtippen.

Jim: Wir stehen ja in Kontakt, ich kann dir ja schreiben, wie man´s schreibt.




Verändert euch bitte dabei nicht, ihr seid sehr sehr nett, lasst euch nicht verbiegen, bleibt wie ihr seid.

Hannes: Nein, wir finden das selber geil, wenn wir irgendwie mit grossen Bands schnacken und wir merken, dass die total bodenständig sind. Das ist irgendwo die Basis.

Hannes: Eins möchte ich noch sagen und ich glaube da für alle sprechen zu können: Kissin´ Dynamite ist nicht nur eine Band - Kissin´ Dynamite ist ein Lebensgefühl. Kauft unser Album, unterstützt uns, kommt auf unsere Gigs. Und wir werden in drei-vier Jahren grössere Festivals spielen - wir spielen ja jetzt schon grosse, aber noch grössere. Und wir werden uns vielleicht dem Headliner annähern, wenn alles gut läuft. Und das ist unser Traum und das ist unser Ziel und das wollen wir erreichen - Punkt, aus, Amen!!!




Ein ideales Schlusswort von Hannes!!! Wir wünschen den Jungs ganz viel Erfolg, tolle Konzerte auf allen Bühnen der Welt sowie Unmengen neuer Fans und uns, dass sie weiterhin mit soviel Herz und Seele abrocken. Uns habt ihr überzeugt, wir warten gespannt auf Album Nummer 2 und werden sicher auf einigen eurer Gigs dabei sein, denn> God gave Rock´n´Roll to you!!! :-)




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