SR Facebook
p1

Sarkophag Rocks HP
         

SR Gästebuch
p1

Line
Kadavar

Live In Antwerp
Line

 


Kadavar-Live-In-Antwerp-m

Tracklist:

 

01. All Our Thoughts

6:04

02. Living In Your Head

7:11

03. Doomsday Machine

4:56

04. Black Sun

7:13

05. Eye Of The Storm

6:20

06. Broken Wings

5:44

07. Come Back Life

5:22

08. Purple Sage

11:03

09. Creature Of The Demon

4:53

 

10. Goddess Of Dawn

6:27

Release: 06.06.2014

11. Forgotten Past

7:17

Label: Nuclear Blast

 

 

 

 

 

Formate:

 

Vinyl Doppel-LP

 

 

 

 

 



Line-Up:

 

Links:

Christoph Lindemann

Gesang, Gitarre

Kadavar @ Facebook

Simon Bouteloup

Bass

Kadavar @ Twitter

Christoph Bartelt

Drums

Nuclear Blast

 

 

 

 


 

Am 06.06.2014 erscheint das erste Live-Album der deutschen Band  Kadavar. Es trägt den Titel  Live In Antwerp  und wird von Nuclear Blast veröffentlicht. Nicht nur die Musik ist ein Trip in gute, alte Zeiten auch die Darreichungsform beamt uns zurück zu den Wurzeln. Live In Antwerp  gibt es eigentlich nur als 2LP-Set und mal ehrlich: diese Songs auf Vinyl, inklusive dem ganz sanften Knistern der Nadel des Plattenspielers – uriger geht’s kaum. Sollte man kein Interesse an Vinyl haben, besteht allerdings auch eine Möglichkeit, das Ganze auf einem Silberling zu bekommen. Das 2013er Werk  Abra Kadavar  wird neu aufgelegt, dieses Mal als Doppel-CD und CD Nr. 2 beinhaltet die Live-Songs. Wenn man also 2013 schon gekauft hatte und nun wegen der Antwerpen Aufnahmen nochmals zugreift, ergibt sich ein Doppler... daher offenbart sich mir der Sinn dieser Kombi nicht so richtig...


Kadavar  konnten im letzten Jahr mit  Abra Kadavar  hoch punkten, schafften den Einstieg auf Platz 42 in die deutschen Albumcharts. Sie sehen sich selbst als absolute Live-Band, touren unermüdlich durch die weltweite Botanik, spielten über 250 Konzerte, in allen möglichen Größenordnungen, vom kleinen Club bis zur großen Festivalbühne haben sie alles durch. Logische Schlussfolgerung: einige Gigs wurden mitgeschnitten und man entschied sich dafür, den Auftritt am 13.11.2013 im Trix in Antwerpen zu veröffentlichen. Elf Songs werden uns kredenzt, mit einem eindeutigen Schwerpunkt: alle Tracks der 2012er CD  Kadavar  sind vertreten. Drei Nummern stammen von  Abra Kadavar  und ein Schmankerl gibt’s in Form von  Broken Wings, einem Titel von der Split Doppel-LP  White Ring, die sie zusammen mit der fränzösischen Band  Aqua Nebula Oscillator  rausgebracht hatten.


Ich hab mir das Live-Album mehrfach angehört und bin jedes Mal auf's Neue von der Leistung dieses Trios schwer beeindruckt. Sänger und Gitarrist Christoph „Lupus“ Lindemann, Bassist Simon „Dragon” Bouteloup und Drummer Christoph „Tiger” Bartelt haben im Tonstudio ihre eigene Art des Einspielens gewählt und absoluten Perfektionismus streben sie dabei wohl absichtlich nicht an. Ähnlich halten sie es bei Konzerten. Der Live-Sound klingt anders, was ein neues interessantes Hörerlebnis mit sich bringt und mir gefällt die Tatsache sehr gut, dass sie die Nummern nicht 1:1 zur CD-Fassung umsetzen.


Die längeren Laufzeiten und die Kreativität der Live-Versionen sind weitere große Pluspunkte. Konzentriertes Zuhören ist Pflichtprogramm, um nichts von den geilen Performances, die an den Instrumenten geboten werden, zu verpassen. Die Spielfreude ist fesselnd, insbesondere bei den längeren rein instrumentalen Parts der Songs. Da wird sich mit Herzblut reingekniet und jede Nummer zelebriert. Ich stehe ja sehr auf flinke, begabte Finger an der Gitarre und in der Hinsicht werde ich bestens bedient, aber auch der Bass kann mich total begeistern. Living In Your HeadBlack Sun  und  Forgotten Past  mit jeweils über sieben Minuten und als Krönung  Purple Sage  mit knappen elf Minuten sind die Laufzeit-Highlights, aber jeder der elf Tracks kann auf seine Art hoch punkten.


Kadavar  explodieren auf der Bühne richtiggehend, spielen intensiv, leidenschaftlich, abgedreht, der Welt entrückt, gehen total in der Musik auf. Was dabei entsteht, liefert eine besondere Faszination und gefällt mir besser als die Studioaufnahmen. Ihre Interpretation des Classic-Rocks ist ein Trip zurück in die Vergangenheit, in die 70ies und das auf hohem Level. Dazu passen auch das LP-Format samt Cover und der Look der Jungs selbst auf den Punkt. Man könnte kurz darüber nachdenken, ob man versehentlich durch einen Riss in der Zeit geschlüpft ist...


Anspieltipps: Purple Sage - Creature Of The Demon - Eye Of The Storm


Oftmals klingen Live-Alben so... glatt gebügelt, fast schon steril und so gar nicht danach, dass diese Aufnahmen bei einem Konzert mitgeschnitten wurden, mit Band auf der Bühne und Zuschauern davor. Das kommt bei  Live In Antwerp  schon anders rüber. Hier wurde die Live-Atmosphäre der Musik sehr gut eingefangen - rau, lebendig, mit Ecken und Kanten. Was mir fehlt, sind die Publikumsreaktionen – man hört zwar einiges, aber halt nicht genug. Schließe ich die Augen, befinde ich mich nicht durchgehend in der Location inmitten der abfeiernden Menge eines Rock-Gigs. Davon abgesehen ist es aber der Konzert-Mitschnitt, der mich in den letzten Monaten am meisten überzeugen konnte. Ick steh druff und von mir gibt's>
 

Bewertung:
Ankh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh Review
6 von 7 Ankhs

Marion Ney / Sarkophag Rocks
04.06.14
 

 

Kadavar-01-m

Foto> ©2014 by Nathini VanDerMeer
 

 

s1

 

[Updates] [Berichte] [Fotogalerie] [Gimme 5] [SarkoTalk] [CD-Releases] [CD-Reviews]

Line


Fußzeile-SR-2015