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Marcela Bovio

Stream Of Passion

Interview beim MFVF 9

23.10.11
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Unser MFVF 9 Special

 

 

Wir treffen uns hier beim MFVF9. Ist dieser Gig etwas besonderes für euch oder überhaupt hier zu spielen?
Ja, natürlich. Ich meine, wir haben vor zwei Jahren schon hier gespielt. Damals bemerkten wir, dass dies kein normales Festival ist, es ist sehr speziell. Ich weiß nicht, was es ist, aber die Fans dieses Genres sind so nett, so intensiv und emotional. Sie lieben die Stimmung, das sieht man gewöhnlich, weißt du. Das Gefühl der Brüderlichkeit zwischen all den Bands ist ebenfalls fantastisch. Wirklich toll.



Viele Leute sagen, es wäre magisch...
Ja, das ist es tatsächlich.



Könntest du bitte die Bandmitglieder vorstellen und uns ein bisschen über die Geschichte der Band erzählen?
Ich bin Marcela Bovio, die Leadsängerin und Violinistin der Band. Stephan Schultz ist der Leadgitarrist, Eric Hazebroek spielt die Rhythmusgitarre, Jeffrey Revet das Keyboard, Johan van Stratum den Bass und Martijn Peters das Schlagzeug. Wir spielen mit diesem Line-Up schon seit etwa 4 bis 5 Jahren. Davor begann die Band als Projekt von Arjen Lucassen von  Ayreon  und mir. Wir gingen durch diesen ganzen Prozess, nachdem er die Band verlassen hatte, wir mussten neue Leute finden. Wir arbeiteten als Band zusammen und arbeiten mit dem neuen Line-Up für diese Band und es ist großartig. Wir haben so viele Shows zusammen gespielt, dass wir jetzt diese spezielle Bindung haben.



Das war heute eine tolle Performance - ich habe euch zum ersten Mal live gesehen und war sehr beeindruckt. Da gibt es diese besondere Chemie auf der Bühne...
Danke, das ist gut zu hören...



Euer letztes Album wurde im Juni veröffentlicht. Wart ihr mit dem Erfolg der CD zufrieden?
Ja, das sind wir wirklich, denn diese CD ist ein bisschen anspruchsvoller und experimenteller als bisher. Es gibt verschiedene Arten von Einflüssen auf ihr und so wussten wir nicht, was wir zu erwarten haben. Aber es ist toll zu sehen, dass das Publikum so gut darauf reagiert hat - ebenso die Kritiker. Sie wissen zu würdigen, dass wir versuchen unseren eigenen Stil zu finden, was wir sehr begrüßen. Wir sind sehr glücklich darüber.



Wieso habt ihr die CD  Darker Days  genannt?
Es fing alles damit an bzw. wurde zur Hauptinspiration für die meisten der Songs, dass ich jetzt seit drei Jahren in Holland lebe. Ich muss sagen, dass es anfangs sehr schwer für mich war, damit klarzukommen. Die sehr langen Nächte im Winter und die Kälte, die ich von Mexiko ja nicht gewöhnt war. Und der Schnee, der die ersten paar Tage ja toll ist, aber dann denkt man sich: Hau ab. All das natürlich und getrennt zu sein von meinen Freunden und meiner Familie. Dieses ganze Drumherum, die große Veränderung, inspirierte mich irgendwie dazu über dunklere Dinge nachzudenken, über ein bisschen düsterere Melodien. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen das Album  Darker Days  zu nennen, denn das spiegelt sehr gut alle Einflüsse wider, die zu dem Album geführt haben



Deine Texte handeln oft von persönlichen Erfahrungen, du hast über den Tod deiner Großmutter geschrieben, über die Probleme in Mexiko...
Genau. Ich kann mir nicht helfen, aber ich muss über diese Dinge schreiben, die mir am Herzen liegen. Das waren sicherlich besondere Momente, die eine sehr große Wirkung auf mich haben. So wurde es natürlich dunkler, düsterer.



Du bist aus Mexiko. Schreibst du die Texte erst mal in Spanisch oder schreibst du sie in Englisch? Weißt du schon vorher, welche Texte du in welcher Sprache schreibst?
Das ist ganz witzig, weil ich die Texte der Songs erst ganz zum Schluss schreibe. Erst entsteht die Grundstruktur des Songs, dann schreibe ich die Gesangsmelodien, dann verfeinern wir alles und zuletzt kommen die Texte. Die Melodien sagen mir dann so etwas wie: dies ist eine Melodie, die spanische Texte benötigt oder: dies ist eine Melodie, die englische Texte benötigt. So entscheide ich hauptsächlich, welche Sprache ich benutze: was die Musik mir sagt, irgendwie.



Einige der Songs haben einen lateinamerikanischen Stil, einige klingen ein bisschen wie Tango. Ich glaube, das ist dein Einfluss, denn die europäischen Jungs haben damit eher weniger zu tun, stimmt's?
Das ist wahr, das waren meine Ideen und ich bin wirklich glücklich darüber, dass die Jungs die Idee mochten und am Ende annahmen. Es war ein bisschen schwierig, sie für die lateinamerikanischen Rhythmen zu begeistern. Aber es funktionierte sehr gut, wir sind alle sehr glücklich mit den Songs und mögen es.



Welches sind momentan deine persönlichen Top 3 CDs, was hörst du dir an?
Ich bekam gerade das aktuelle  Tori Amos  Album  Night Of Hunters, es ist so schön und einfach brillant. Ich habe kürzlich eine Show von ihr in Eindhoven gesehen, letzte Woche war das wohl, es war toll. Was höre ich noch? Schon ein bisschen älter, aber ich höre viel  Dredg  und ihr Album  Catch Without Arms, das auch sehr, sehr cool ist. Ich höre eine Menge Musik, ich weiß nicht, was ich am meisten höre. Oh, diese holländische Band, die ich vorher nicht kannte,  Face Tomorrow  heißen sie. Sie machen schon eine lange Zeit Musik, aber ich habe sie erst in Breda Barst entdeckt, auf diesem Festival, wo wir spielten. Es war klasse und ich liebe sie. Ich habe ihre CD, die einfach großartig ist.



Wie sehen die Zukunftspläne aus, kurz- und langfristig?
Nun, wir haben für den Rest des Jahres ein paar Gigs geplant. Das wird sicher nett. Nächstes Jahr schauen wir mal, ob wir vielleicht ein bisschen mehr in Europa touren können, vielleicht mit anderen Bands. Es steht noch nichts fest, ich kann darüber noch nichts sagen. Aber wir werden in der Zukunft bestimmt mehr touren.



Also sollte man regelmäßig auf eurer Website vorbeischauen...
Ja, genau.



Gibt es etwas, was du diesem Interview noch hinzufügen möchtest?
Nun, ich möchte allen Lesern "Hallo" sagen. Ich hoffe, dass wir bald die Chance bekommen wieder in Deutschland zu spielen, denn es ist schon zwei Jahre her, seit wir zuletzt dort waren. Und es war so toll, dass wir es nicht erwarten können, zurück zu kommen.



Danke für deine Zeit, alles Gute für dich und die Jungs. Habt Spaß!
Werden wir haben, vielen Dank!




Übersetzung von Susanne Blum

 

 

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