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Mat Sinner

 Sinner

Mailinterview

26.09.2011
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Die neue  Sinner  CD  One Bullet Left  ist seit dem 09.09.11 auf dem Markt. Wie waren die Reaktionen von den Fans und der Presse? Seid ihr zufrieden mit dem Feedback?
Sehr erfreulich! Die Platte wird wesentlich kontroverser diskutiert als der Vorgänger, was mir viel lieber ist und wenn natürlich die positiven Reaktionen stark überwiegen. Recht machen kann man es sowieso nicht jedem und nur ich allein bin verantwortlich meine gesteckten Ziele in die Tat umzusetzen.

Die glasklare Vorgabe war mehr  Sinner  Tradition & Trademarks, mehr Hardrock als Metal. Ich will es auf jeden Fall vermeiden, dass  Sinner  und  Primal Fear  zu ähnliche Musik machen und sich teilweise nur durch den Sänger unterscheiden. Die echten  Sinner  Fans scheint die Platte sehr interessiert zu haben und Platz 65 in den deutschen Album Charts war ein großartiger Beweis dafür und von dieser Seite auch einen herzlichen Dank an unsere Fans!



Es ist das erste Werk mit dem neuen Band Line-Up. Du und Christof Leim habt Verstärkung: Alex Beyrodt ist zurück, Alex Scholpp und Andre Hilgers sind neu im Team. So wie es sich auf der CD anhört, stimmt die Chemie optimal. Wart ihr alle gemeinsam im Tonstudio, um eure Instrumente einzuspielen?
Ja, richtig Old-School mit Arschtritten, Diskussionen und Umarmungen. Das war mir diesmal sehr wichtig und die Stimmung im Studio war grandios und sehr kreativ.



Wie lange dauerten die Aufnahmen für  One Bullet Left  insgesamt?
Insgesamt haben wir reine drei Wochen im Studio recordet, aber es gab ja jede Menge Vorarbeit und auch dann noch den Mix, der einige Zeit in Anspruch nahm.



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Vom Text her gefällt mir  Wake Me When I´m Sober  besonders gut und wie du es singst – Gänsehaut. Kannst du uns bitte etwas mehr über diesem Song erzählen wie z.B.: wie kam der Text zustande, steckt eine besondere Story dahinter?
Eigentlich kennen doch die meisten Rock’n´Roller die Situation, wenn man einen totalen Frusttag hat und alles geht in die Hosen. Dann braucht man ein Ventil und in diesem Fall war es eine Kneipentour mit Kumpels. Wenn es dann am nächsten Morgen heißt „machst du Kaffee“, „gehst du Brötchen holen“ und so weiter, dann drehst du dich um und sagst – „weck mich, wenn ich nüchtern bin“ ? :-) - tja so richtig aus dem Leben gegriffen.



Auf dem Album gibt es ein Cover zu hören –  Atomic Playboys  von Steve Stevens. Warum habt ihr diesen Titel ausgewählt?
Wir hatten im Studio mit den Drums super gearbeitet und hatten noch einige Zeit übrig. Da fragten wir uns ob wir einpacken oder noch etwas Verrücktes versuchen. André war top motiviert und meinte, wir machen noch einen Song. Dann haben wir uns 10 Coversongs ausgesucht und 30 Minuten diskutiert, welchen wir final angehen und haben uns dann sogar auf Andrés Wunschnummer geeinigt. Im Endeffekt als Bonustrack vorgesehen gefiel uns der Track im Endeffekt so gut, dass er auf die Platte kam!



Der Videoclip zu  Back On Trail  gefällt mir sehr gut, da der Fokus so schön auf der Musik und den Musikern bleibt. Wer hatte die Idee für den Clip und wo habt ihr ihn gedreht?
Das war im Volksbad in Nürnberg in der großen Eingangshalle mit Director Martin Müller. Eine richtig tolle Location. Ich sag mir immer, wenn kein Budget da ist, um wirklich eine tolle Story zu filmen, dann ist es immer am besten, man präsentiert die Band – in diesem Fall eine recht neue Besetzung und im Endeffekt haben wir dann auch alles richtig gemacht.



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Jeder hat seine eigenen Favoriten auf einer CD. Gibt es einen oder mehrere Songs, die eine ganz spezielle Bedeutung für dich haben?
Nein, das kann ich als Hauptverantwortlicher nicht beantworten. Für mich war jeder Song ein wichtiger Mosaikstein und ich habe (natürlich mit Unterbrechungen) fast zwei Jahre an der Platte gearbeitet. Tausend Mal die Songliste verändert, immer wieder neue Songs geschrieben und jetzt hat jeder der Titel etwas besonderes für mich und ich will keinen speziell herausheben!



Drei Gitarristen – wow!!! Kommt verdammt gut, die drei machen einen fantastischen Job. Mussten Songs umgeschrieben oder anders arrangiert werden, da drei Saitenzauberer am Werk sind?
Im Studio nicht – die Jungs haben alle einen sehr unterschiedlichen Stil, den wir dann möglichst effektiv eingesetzt haben. Live wird das etwas anders, aber die Arrangements haben wir schon umgeschrieben und freuen uns, wenn es Ende November wieder auf die Bühne geht!



Wie viele Bässe besitzt du und welche sind deine besonderen Favoriten?
Ungefähr 25 – ich mache da keine Inventur und mein Lieblingsbass wechselt natürlich je nach Band, Musik und Phase. Für die  Voodoo Circle  Live Shows habe ich mir jetzt einen Traum verwirklicht und einen 35 Jahre alten Rickenbacker zugelegt, der wie neu dasteht. Bei  Sinner  spiele ich am liebsten meinen ebenfalls 35 Jahre alten Fender Precision und bei  Primal Fear  einen Spector 4LX-ICH. Aber ich hab auch andere super Teile wie drei Gibson Thunderbird, zwei Fender Telecaster, Warwick Streamer & Vampyre, Dan Armstrong, Sandberg, ESP Les Paul und einen Spector Coda, alles geniale Instrumente!



Was sind beim Schreiben die wichtigsten Inspirationen für dich? Brauchst du eine gewisse Stimmung, um kreativ zu werden?
Ich erzwinge erst mal nichts. Das hat in der Vergangenheit nur frustriert. Auf Kommando wird schwierig, aber ich habe immer mein Diktiergerät App am Start und summe alles drauf, was mir einfällt. 70% davon ist Grütze, aber die anderen 30% lohnen sich, weiter daran zu arbeiten. Bei den Texten schreibe ich möglichst nah an der Stimmung der Musik.



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Eure Tour musstet ihr wegen deinen Verletzungen nach hinten verschieben. Was ist mit dir passiert?
Ich habe mir eine Rippe gebrochen samt ein paar Prellungen. Saudumme Stelle für einen Sänger und dazu in einem Nightliner zu schlafen ist unmöglich. Im Moment geht es schon wieder besser.



Wird die Tour 2012 in Deutschland und auch in anderen Ländern Europas weitergehen?
Das liegt nicht an uns primär, sondern an der Nachfrage – wir machen jetzt diese Tour und entscheiden dann, wie es mit uns weitergehen wird. Auf jeden Fall würde es mich sehr freuen, wenn diese Band eine weitere Produktion miteinander recorden würde.



Habt ihr in Sachen Setlist und Bühnen-Show ein paar nette Überraschungen für die Konzertbesucher eingeplant?
Ich wäre ja ein Schelm, wenn ich unsere Überraschungen ausplaudern würde – dann wäre ja der Sinn des Worts ab absurdum geführt. Wir haben wieder unsere Bar auf der Bühne, mit Barkeeper und werden während der Show auch Leute einladen, mit uns was zu trinken. Wir haben einen schönen Mix aus neuen Songs und echten Klassikern auf der Set-Liste. Alles andere gibt’s nur in den Konzerten!



Bezogen auf die Atmosphäre auf und vor der Bühne, wo spielt ihr am liebsten - bevorzugt ihr größere Hallen oder die kleinen Clubs?
Das ist eigentlich egal, Hauptsache es geht ab und die Kommunikation zwischen Band & Fans passt und deswegen kommt es immer auf die Fans an – also ich spiele lieber vor 200 enthusiastischen Fans als vor 3.000 Schnarchzapfen!



Du warst und bist sehr beschäftigt - neben  Sinner  bist du auch bei  Voodoo CirclePrimal FearRock Meets Classic und als Produzent aktiv. Ohne Musik - geht gar nicht, was? Kriegst du das immer gut gebacken, dass die einzelnen Projekte terminlich nicht kollidieren oder kann es da schon mal eng werden?
Erst mal bin ich Profi und gehe keinem anderen Job nach. So versuche ich, meinen Zeitplan immer nach Prios zu legen. Klappt ganz ok, obwohl ich zugeben muss, dass ich des öfteren am Rad drehe. Aber so ist das nun mal und ich bin unglaublich dankbar, dass ich in diesem Job Fulltime arbeiten kann und mache meist den bestmöglichen Kompromiss!



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Du bist schon sehr lange im Musik-Biz tätig - wenn du zurückschaust, kannst du uns einige ganz spezielle oder wichtige Momente deiner Karriere nennen?
Ja natürlich, ich will da auch nicht zu weit in der Zeit zurück gehen – 1998 war ein sehr spezielles Jahr mit dem Chartentry von  Sinner   (The Nature Of Evil)  und natürlich dem Release der ersten  Primal Fear  CD und dann gleich in die Top 50 der Albumcharts!  Nuclear Fire  von  Primal Fear  war der bislang größte (kommerzielle) Erfolg und dann gibt es natürlich unzählige tolle und spezielle Momente auf Tour. The Book Of Seven Seals  sozusagen meine Bio mit CDs und eine DVD war natürlich ein anspruchsvolles Projekt, das bei mir einen sehr hohen Stellenwert einnimmt. Die Realisierung der  Rock Meets Classic  2011 Tournee und neben Ian Gillan zu stehen und  Highway Star  zu spielen war ein absolutes Highlight. Mit  Primal Fear  und  16.6  wieder in die deutschen Top 50 einzusteigen war ein schönes Signal der Fans und auch mit  Sinner  nach über 10jähriger Pause wieder in die Charts einzusteigen war sehr befriedigend. Diese Frage könnte aber auch abendfüllend beantwortet werden!



Was sagst du zu der Möglichkeit einer CD-Veröffentlichung als rein digitalen Download – okay oder muss nicht sein?
Natürlich muss das sein, obwohl uns natürlich das Medium und die illegalen Downloads, teilweise schon vor dem Release, schwer zu schaffen machen. Die gesamte Plattenindustrie ist an einem Punkt angelangt, wo man sich stundenlang streiten und diskutieren kann, was nun der bessere Weg wäre. Wobei sich weiterhin alle Beteiligten nach meiner Meinung selbst im Weg stehen. Anstatt miteinander geht es meistens gegeneinander und die jeweils stärkere Position wird ausgenützt, um kurzfristig Umsatz oder Erfolg zu haben. Das geht mir schwer auf den Senkel!



Welche sind deine absoluten Top 3 Alben?
Sting  –  25 Years  (Die Box, meine neueste Errungenschaft)
Kip Winger  –  This Conversation Seems Like A Dream
Thin Lizzy  –  Live & Dangerous



Vielen Dank für deine Zeit! Wir wünschen Dir gute Besserung und euch allen viel Spaß on Tour!

 

Fotos ©2011 by AFM Records

 

 

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