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Gimme 5

Rick Parfitt

Status Quo

Telefon-Interview

11.10.2012
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Status Quo HMH Amsterdam 19.10.10 Hans Clijnk 23_thumb

 

 

Im November sind  Status Quo  wieder On Tour in Germany. 2010 hatten wir einen SarkoTalk mit Francis Rossi und dieses Jahr bekamen wir die Chance, ein “Gimme 5-Interview” mit Gitarrist Rick Parfitt zu machen. Wir redeten über die bald erscheinende DVD   Hello Quo!  und mehr... Hier ist es:


Hallo Rick, wie geht es dir?
Hallo Marion, wie geht es dir? Wie geht´s dir? (er sagte es in beiden Sprachen)


Oh, du sprichst ein bisschen Deutsch... das ist klasse...
Nicht so viel.


Rick, zuerst möchte ich mich recht herzlich für dieses Interview bedanken. Es ist eine große Ehre für mich. Bist du bereit für meine fünf Fragen? Los geht’s:


2012 feiert ihr 50 Jahre  Status Quo  - ein tolles und seltenes Jubiläum für eine Band – Glückwunsch an dich und deine Kollegen! Am 29. November wird hier in Deutschland eure Doppel-DVD mit dem Titel  Hello Quo!  erscheinen. Kannst du unseren Lesern bitte erzählen, was sie auf diesen DVDs erwartet?
Also es ist eine Dokumentar-DVD über das ganze Leben von  Quo, ganz von Anfang an. Es gibt einiges an großartigem Filmmaterial von uns, das es vorher nie zu sehen gab, aus der Anfangszeit, als wir wie junge Buben aussehen - junge Buben waren wir damals tatsächlich. Ich denke nicht, dass irgendjemand dieses Filmmaterial vorher jemals gesehen hat. Es gibt viele gute Informationen darüber, was wirklich bei dem Split mit Alan Lancaster und John Coughlan geschah. Es gibt viele Shows, wirklich viel Filmmaterial aus sehr frühen TV-Shows in Deutschland, vom Beat-Club und solches Zeug. Und ich denke, dass es Leuten insgesamt einen sehr guten Einblick in  Status Quo  gibt, wie nie zuvor. Ich denke, dass die Menschen unsere Gedanken und unsere Gefühle darüber, was geschehen ist und wie unsere Karriere im Laufe der Jahre gelaufen ist, verstehen und schätzen werden. Es gibt auch viele Leute, die sehr nette Dinge über uns sagen. Für mich ist es sehr schön, es anzusehen und ich denke, irgendwie verpackt es die ganze Karriere in einen guten bunten unterhaltenden Dokumentarfilm.




Status-Quo-DVD-Hello-Quo




Das klingt sehr interessant. Ich bin schon älter, die Musik von  Status Quo  begleitet mich fast mein ganzes Leben lang und ich bin sehr gespannt darauf, mir  Hello Quo!  anzuschauen. Wie hast du dich gefühlt als ihr das Material mit Alan G. Parker zusammengestellt habt und du in deinen Gedanken wieder durch all diese Jahre gegangen bist?
Ja, wir gingen in ziemlich viele Tiefen und verbrachten eine Menge Zeit damit, es zu filmen. Es bringt viel Nostalgie, viele Gedanken aus der Vergangenheit und besonders, wenn wir alle wieder als die Original  Status Quo, zusammenkommen, die vier Mitglieder. Ich meine, das war seit 30 Jahren nicht mehr der Fall, wirklich zusammen zu spielen, wir haben seit 30 Jahren nicht zusammen gespielt. Wir kamen in ein Zimmer und stöpselten ein und sagten: "In Ordnung, also, lasst uns einfach spielen"... und wir spielten einfach. Es ist sehr interessant, weil es auf eine Art entspannter ist im Vergleich zu den jetzigen Quo. Es ist sehr sehr bedächtig und sehr ruhig, wie es wirklich in den 70ern war, weil wir damals alle Marihuana rauchten und alles verlangsamte sich. Warum wir „The Frantic Four” ("Die Wilden Vier") genannt wurden, weiß ich nicht, weil es nicht annähernd derselbe Tempostil ist, der es jetzt ist. Aber ich denke, gerade für  Quo  Fans die seit 20-30 Jahren oder was auch immer dabei sind, ist es das erstaunlichste Stück Filmmaterial, das sie jemals von uns gesehen haben werden.




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Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Alan G. Parker und wer kam auf die geniale Idee, aus zwei alten Album-Titeln einen neuen für die DVD zu machen? ;-)
Alan Parker hat im Laufe der Jahre mit vielen seiner Lieblingsbands Dokumentarfilme gemacht und ich glaube, seit den letzten drei oder vier Jahren wollte er einen Dokumentarfilm mit  Quo  machen. Ich denke, dass wir alle zu beschäftigt gewesen sind oder vielleicht fühlten wir, dass es nicht die richtige Zeit war. Und dann kommt es jetzt an diesem Abschnitt unserer Karriere dazu, wobei ich glaube, dass dies die Zeit ist, um die Leute genau wissen zu lassen, was passiert ist. In Sachen Zusammenarbeit ist Alan ein sehr guter Mann. Es ist sehr leicht, mit ihm zu arbeiten und er ist dazu sehr engagiert bei dem, was er tut. Ich weiß, dass  Quo  eine seiner Lieblingsbands ist. Also kam es wirklich nur auf den richtigen Zeitpunkt an.

Alan Parker präsentierte die Idee für den Titel, weil es irgendwie alle Alben in eins wickelt, wie es auch die Grafiken dafür tun, wie du siehst. Es ist ein sehr gut aussehendes DVD-Cover, ich bin damit sehr zufrieden. Ich denke einfach, es der richtige Titel dafür –  Hello Quo!  - weil die Leute  Status Quo  wirklich nicht gesehen haben, wie sie uns in dieser Dokumentation sehen werden. Deshalb dachte ich wirklich, es ist auch in einer lustigen Art und Weise eine Einleitung, wie die Dinge im Laufe der Jahre wirklich gewesen sind. Es ist besser als ein kleines bisschen hier, ein kleines bisschen dort, dieses Interview, jenes Interview... Das ist das definitive Interview, wo man so ziemlich alles zu erfahren bekommt, was in Wahrheit geschah!




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Was fällt dir als erstes ein, wenn ich dich frage: welcher Teil ist für dich der mit den meisten Emotionen auf  Hello Quo!?
Gut, ich meine, es muss gesagt werden: das eigentliche Treffen mit John und Alan und für uns, wirklich nur in einem Raum zusammen zu sein, nicht allein irgendetwas zu spielen, sondern nur in einem Raum zusammen zu sein... weil es jetzt seit langem ziemlich viele Auseinandersetzungen und wirklich schlechte Gefühle zwischen Alan und mir selbst und Francis gegeben hat. Weißt du, es ist so eine Sache: wenn du an diesem Abschnitt deines Lebens ankommst, willst du so was nicht. Das Leben ist zu kurz, um diese schlechten Gefühle zu haben und das alles zu parieren und es vergessen, die Tür dahinter schließen und alle kommen zusammen und lachen und spielen wie früher - ich möchte sagen, dass das ein sehr emotionaler Moment für mich war. Es gibt auch einiges Material auf der DVD, das die Leute nie von uns gesehen haben werden, aus den wirklichen Anfangstagen, einige sehr sehr dumme Videos. Ich denke einfach, für mich ist der Dokumentarfilm ebenso sehr interessant, weil man nie weiß, was als nächstes kommen wird. Weil man denkt: also, das war gut, was kommt als nächstes? Dann sieht man sonst was, das man vorher nie gesehen hat und dann hört man etwas, was man vorher nie gehört hat. Es ist fesselnd, für den  Quo  Fan ist es eine fesselnde DVD.




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Ihr geht gerade wieder auf Tour und auch nach 50 Jahren klingt ihr absolut großartig und frisch. Sehe ich es richtig, dass ihr noch verdammt viel Spaß an der Musik habt und es sehr genießt, live für eure Fans zu spielen?
Natürlich genießen wir es, live zu spielen. Ich meine, wenn es gut ist, ist es wirklich gut und wenn es in manchen Nächten schlecht ist, ist es wirklich schlecht, aber man hat vorzugeben, das es verdammt gut ist. Manchmal, auf manchen Bühnen, ist der Ton aus irgendeinem Grund nicht richtig, was auch immer, Dinge klingen nicht sauber, aber man muss noch einen guten Gig daraus machen. Manchmal, wenn es wirklich gut und der Ton klasse ist, gibt es nichts besseres. Es ist einfach unglaublich, live zu spielen und das ist es immer gewesen. Es ist das, was ich immer tun wollte, immer, seitdem ich ein junger Kerl war. Das noch nach 50 Jahren zu tun, ist für mich einfach unfassbar.

Eine Sache muss ich hinzufügen: es wird nicht etwas leichter, weil man älter wird. Ich meine, ich werde 64 Jahre alt, genau genommen morgen, das ist mein Geburtstag. Weißt du, wenn man Mitte 60zig ist und versucht, es mit derselben Energie zu machen, die man sagen wir mal vor 20 Jahren hatte, das ist ziemlich schwierig. Ich liebe es trotzdem, es ist eine großartige Sache, unterwegs zu sein und zu spielen. Leute sagen oft: werdet ihr nicht müde, die gleichen alten Lieder zu spielen? So ist es nicht, denn überall wo wir die Songs spielen, ist es nicht für uns, es ist für das Publikum und jede Nacht ist es ein anderes Publikum. Daher ist es für uns, wenn wir dort auf die Bühne gehen, ein neuer Gig auf Grund eines völlig anderen Publikums. Es ist kein Fall von dieselben alten Lieder zu spielen, es heißt abzuliefern. Die Blicke in den Gesichtern der meisten Leute zu sehen und sie klatschen und springen und Spaß haben zu sehen – für mich bedeutet das alles. Es ist für uns nicht so sehr schwierig. Ich denke, wenn man sieht, dass das Publikum nicht mehr schätzt, was man tut und wenn sie nicht hüpfen und wenn sie es nicht genießen, dann ist es Zeit, aufzuhören!



Vielen, vielen Dank für deine Zeit. Wir wünschen euch alles Gute und viel Spaß on Tour!
War mir ein Vergnügen. Dankeschön, tschüss!

 

 

Live-Fotos ©2010 by Hans Clijnk
Übersetzung by Marion Ney

 

 

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