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Sarkophag Rocks HP
         

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Bericht

Blizzard - Michael Bormann - Doro

Saar-Spektakel
Radio-Salü-Bühne
„Karlsberg UrPils Rock-Block“


Saarbrücken

03.08.12
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Saar-Spektakel
Radio Salü
Classic Rock Radio

Unser Saar-Spektakel Rock-Special

 

 

Dies & Das & Jenes
 

Das Saar-Spektakel in Saarbrücken ist seit langem eine feste Größe im saarländischen Veranstaltungskalender. Auch in diesem Jahr lockten diverse Wassersportaktivitäten verschiedener Art an drei Tagen sehr viele Besucher an die Saar. Die Musik ist ein fester Bestandteil dieses Events. Präsentiert werden Acts verschiedener Sparten. Freitag stand der Karlsberg UrPils Rock-Block auf dem Plan. Bei bestem Wetter war die Bühne am Tbilisser Platz für die Musik der härteren Gangart reserviert. Sich für lau den ganzen Abend Bands/Sänger live reinziehen zu können – das hat was. Und da Ilona und ich die Zusammenstellung am Freitag als „sehr interessant“ befanden und wir beide an dem Termin noch nichts im Kalender stehen hatten, hieß es am 03.08.: auf nach Saarbrigge!


Drei Bands standen auf dem Spielplan. Den Anfang machte eine saarländische Combo, nämlich  Blizzard  aus Neunkirchen. Von ihnen bekamen wir allerdings nicht mehr viel mit, denn die Parkplatzsuche und ein doch etwas langsames Herantraben an den Ort des Geschehens dauerten länger wie geplant. Unmengen Menschen waren unterwegs und im Bereich vor der Bühne hatten sich schon viele Fans der Rockmusik eingefunden. Die Organisation muss ich wirklich sehr positiv erwähnen. Es waren reichlich Polizisten, Security und Sanitäter im Einsatz, um auf die Besucher acht zu geben. Vor der Bühne gab es mehrere Wellenbrecher - ich war schon auf größeren Veranstaltungen, die ohne diese Dinger arbeiteten. Ich fühlte mich auf jeden Fall recht gut abgesichert :-) Die Organisatoren waren wirklich in allem gut drauf> Publikum, das weiter hinten bzw. oben stand, konnte die Auftritte auf einem riesigen Monitor im Hintergrund der Bühne verfolgen.



 Blizzard-01-Saarbrücken-03-08-12_thumbDoro-40-Saarbrücken-03-08-12_thumbMichael-Bormann-10-Saarbrücken-03-08-12_thumb



Noch war genügend Platz und es gab kein Gedränge. Wir gingen nach vorne, um schnell ein paar Fotos von  Blizzard  für den Sarkophag zu machen. Es gab keinerlei Einschränkungen in Bezug auf Kameras – für mich endlich die Chance, meine Canon unter Konzertbedingungen in Sachen Beleuchtung auszuprobieren. Bei mir daheim finden Gigs schließlich nur auf DVD statt und irgendwie muss man sich ja mal mit der Kamera „in Concert“ vertraut machen. Ich hatte meine Bedenken, da ich aus dem Publikum knipste, die Bühne relativ niedrig war und der Bühnengraben sehr breit. Zudem war letzterer ständig bestens mit diversen Leutchen gefüllt, über deren Köpfe ich hinweg fotografieren musste. Das alles mit null Erfahrung, aber das Ergebnis dieses ersten Testlaufs fiel erfreulicherweise viel viel besser aus als von mir erwartet.



Doro-02-Saarbrücken-03-08-12_thumb



Die Lightshow war wirklich klasse, ganz tolle Farben und Ornamente verzauberten und verstärkten die Stimmung der Musik. Bei  Blizzard  war´s zu hell, bei Michael Bormann noch nicht dunkel genug – die ganzen Farbenspiele kamen erst bei  Doro  so richtig zur Geltung. Die Umbaupausen waren sehr knapp angesetzt und gingen ruckizucki von statten. Trotz dem Werkeln auf der Bühne waren dort die Moderatoren mit netten Überbrücker-Spielchen im Einsatz, bei denen Leute aus dem Publikum ausgewählt wurden und Preise gewinnen konnten wie z.B. einen Tandem-Fallschirmsprung und Gutscheine. Man hatte es nie weit zu einem Büdchen, an dem man sich mit Essen und/oder Trinken versorgen konnte. Auch einen kleinen  Doro-Merchandise-Stand gab´s, von den anderen beiden Bands sahen wir keinen oder sie hatten sich sehr gut vor uns versteckt... Und nun kommen wir zu den Musikern des Abends>

 

 

Blizzard

Blizzard Homepage
Blizzard @ Facebook

 

Wie oben erwähnt landeten wir etwas spät am Tbilisser Platz und bekamen von  Blizzard  nur noch die letzten zwei Songs mit. Diese Band hatte den Future Rock-Bandcontest 2012 von Classic Rock Radio gewonnen. Und sie präsentierten das, was im Namen des Radiosenders schon erwähnt wird: klassischen Hard-Rock, Richtung der 80er würde ich mal sagen.



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Ein komplettes Bild konnte ich mir an dem Abend natürlich nicht machen, aber die beiden Titel kamen prima rüber. Sauber gespielt, fetter härterer Sound - die gehen richtig gut ab. Die Stimme von Sänger/Gitarrist Bernd Dorst liegt mir und man merkte, dass er und seine drei Kollegen - Gitarrist Norbert Wittmann, Bassist Michael Eckel, Drummer Uwe Forster – bestens aufeinander abgestimmt losrockten. Ärgerlich, dass wir ihren Auftritt fast ganz verpasst haben. Aber da es ja Saarländer sind, können wir das sicher irgendwann einmal nachholen und uns einen kompletten Gig anschauen.

 

 


Michael Bormann

Michael Bormann Homepage
Michael Bormann @ MySpace
Michael Bormann @ Facebook

 

Zwei Barhocker, zwei Mikros und ready war die Bühne für einen Mann, den man schon fast als Saar-Spektakel Stammgast bezeichnen könnte – auf dem Programm stand Michael Bormann mit seinem Best of  Bon Jovi  Akustik-Set. Zwei Männer mit ihren zwei Akustikgitarren enterten die Bühne und los ging´s. Michael Bormann hatte sich als Verstärkung Gitarrist Marc von der Cover-Band  Bongiovio  mitgebracht. Der trug einen Cowboyhut und Fransenweste... und kam somit dem Herrn Richie Sambora outfit-technisch schon arg nah.



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Ich mag rein akustische Sets sehr gerne, wenn sie mich überzeugen und berühren können. Und ich gestehe gern, dass ich seit dem allerersten Album  Bon Jovi  Fan bin, wobei mir die älteren Sachen zugegebenermaßen weit mehr bedeuten als die der letzten Jahre. Die Setlist des Abends ging kreuz und quer durch das Wirken von  Bon Jovi, super zusammengestellt – das Ganze brillant, charmant und musikalisch erstklassig von zwei Könnern dargeboten. Gesanglich war es ein Leckerli, Michael Bormann hat ja eine absolut geniale Stimme und die ist für diese Songs mehr als ideal geeignet. Auch die zweistimmigen Einsätze wurden optimal abgeliefert, ebenso das Gitarrenspiel.


Zwischen den Titeln gab es viele Ansagen, launige Kommentare und natürlich die Aufforderung, in stimmlicher und bewegungstechnischer Form mitzumachen. Anfangs empfand ich das Publikum etwas... zurückhaltend, was sich besserte je länger der Auftritt dauerte. Marc absolvierte den Gig mehrheitlich sitzend, Michael benutzte seinen Hocker nur kurz im eigentlichen Sinne und zweckentfremdete ihn dann zum Getränkehalter.



Michael-Bormann-07-Saarbrücken-03-08-12_thumb



Ich hatte knappe 45 Minuten meinen Spaß, fühlte mich bestens unterhalten, die beiden Herren überzeugten und berührten mich auch. Aber ich bin wie immer ehrlich: bei einigen Songs hätte ich mir dann doch die Stromgitarren-Version gewünscht, weil sie einfach in der Normalfassung so genial klingen und gerade der Schmackes dahinter den besonderen Kick bringt. Trotzdem war dieses Akustik-Set live und in Farbe ein besonderes Erlebnis und ein Genuss für die Ohren!!!

 

 

Doro

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Ich hab mich riesig gefreut, dass  Doro  als Headliner verpflichtet worden waren. An diesem Tag erschien ihre neue EP  Raise Your Fist In The Air  und dazu ein Konzert im Saarland – für uns war´s ein doppeltes Fest! Kurz vor dem Auftritt kam Doro in den Bühnengraben, im Schlepptau Security und Fotografen. Sie stellte sich vor die Menge und es gab eine Fotosession mit den Fans. Das Ganze fand knapp unterhalb von unserem Plätzchen statt und Ilona wurde mehrfach mit abgelichtet :-) Nach einem kurzen Check des Equipments war´s dann endlich soweit. Der Nebel wabberte los... und im Publikum fing eine Frau dermaßen an zu schreien... ich befürchtete schon das Schlimmste ;-) Manche Leute übertreiben es dann doch gewaltig mit ihrer Begeisterung für Musiker... Der Platz war nun bestens gefüllt und vorne bei uns wurde es kuschelig eng.



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Die Band kam auf die Bühne, legte mit  Earthshaker Rock  los... und brachte Saarbrücken zum Beben. Die Haare flogen, wilde Action, wie immer ein Vollgas-Start der Herren und als Doro auftauchte, stand sie ihren Jungs in nichts nach. Der Sound kam gut, die Lautstärke war sehr okay. Ich war zuerst mehrheitlich damit beschäftigt, mich zu wundern: Gitarrist Bas Maas hatte irgendwie Finger zu wenig, dafür war ein Mann mehr am Rumsausen. Erklärung: Bas trug eine Art Manschette am Arm, die bis in die Hand reichte und nur drei Finger waren „frei“. Doro erklärte später, dass er trotz gebrochener Hand spielte und daher war mit Masa Eto ein weiterer Gitarrist zur Unterstützung mit on Stage. Was so ein richtiger Vollblut-Musiker ist, den bremst nichts aus! Hut ab Bas, und Masa> sehr gute Performance!!!


Einmal mehr haben mich Bas Maas und Bassist Nick Douglas arg fasziniert. Sie waren ständig in Bewegung, ließen die mehr oder weniger langen Haare rotieren, machten Faxen, hopsten wie wild, drehten sich – kurz: sie legten eine irre Show hin. Die reinsten Derwische und – arg wichtig - Könner an ihren Instrumenten. Luca Princiotta spielte mehrheitlich Gitarre und war bei einigen Songs am Keyboard tätig. Er und Masa waren auch viel unterwegs, sie wirkten aber neben ihren Kollegen etwas „ruhiger“. Drummer Johnny Dee konnten wir als einziges Bandmitglied von unserer Position aus nicht sehen. Das war schon schade, denn er hängt sich ja immer mit vollem Körpereinsatz rein. Johnny lieferte an seinem Arbeitsgerät wieder einmal ein erstklassiges langes Drum-Solo ab.



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Auch an diesem Abend bewies Doro erneut, dass sie eine hervorragende Entertainerin mit einer großartigen Stimme ist. Sie hatte das Publikum voll im Griff. Es gab viele Ansagen, in deutscher und englischer Sprache. Sie spart nicht mit netten Worte und vergisst nie, sich bei den Fans zu bedanken. Sie rockte voll ab, Arm gereckt, zwei Finger oder the fist in the air, sie headbangte, pushte das Publikum und brachte bei den langsamen Songs endlos viel Gefühl rüber. Doro kam bei einigen Songs das Treppchen runter und die Fans durften... wie nenn ich das, weil singen war´s nicht unbedingt... sie durften ins Mikro freestylen ;-)


Die Setlist hatte sich gegenüber meinem letzten  Doro-Konzert auf ein paar Positionen verändert. Meine Highlights... mmmh... schwer... Ich war happy,  Metal TangoEast Meets West  und  True As Steel  live um die Ohren zu kriegen. Raise Your Fist In The Air  haute so was von rein und war definitiv ein Highlight. Für Immer  bedeutete für mich wie immer Emotion pur, wenn mittlerweile auch in einer anderen Gefühlslage. Bei  All We Are  brannte die Luft und die Stimmung schwappte gewaltig hoch. Im Grunde genommen jagte ein Highlight das andere und bevor ich jetzt alle Songs auswähle... Eins muss ich schnell nochmals erwähnen: die Farben und Effekte der Lightshow waren wirklich traumhaft.



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Bei Doro wirkt nichts einstudiert oder wie „dann leiern wir mal das Standard-Programm runter“. Die Queen of Metal ist mit Leib und Seele dabei und powert sich komplett aus. Das Konzert war Rock-Leidenschaft pur und hatte einige sehr emotionale Momente. Alle Musiker gaben voll Stoff, sie knieten sich rein und das Publikum dankte es ihnen mit viel Applaus, gesanglicher Unterstützung und Körpereinsatz in Form von gereckten Fäusten und endlos vielen „Pommesgabeln“. Ich habe  Doro  schon mehrfach live gesehen und doch wird mir dieses Konzert in besonderer Erinnerung bleiben. Für mich war es sehr speziell dank der energiegeladenen Performance, der ungewohnten Bandformation, der Setlist, der superschönen Lightshow und dem Gefühl, das ich bei dieser Show hatte. Vielen Dank dafür!!!


So, das war´s mal wieder... bis zum nächsten Konzerteinsatz...



Report und Fotos © 2012 by Marion Ney


 

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