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Teufel

Mailinterview über sein erstes
Solo-Album  Absinth
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Am 17.09.10 erscheint Dein erstes Solo-Album mit dem Titel  Absinth. Spiegelt der Albumtitel auch wieder, wie Du Dir die Wirkung der Musik und der Texte auf die Zuhörer wünschst?
Wie man ja weiß hat Absinth halluzinierende Wirkung und ich hoffe, dass meine Texte und meine Musik den Hörer fesseln und in eine andere Welt entführen. Vielleicht wird der ein oder andere auch in einen Rausch verfallen. Das würde mich freuen. Man kann die CD natürlich auch mit einem Glas Absinth genießen.



Du bist schon seit über 20 Jahren als Musiker aktiv. Warum ist 2010 das absolut richtige Jahr für eine erste Solo-Teufelei?
Das hat sich so ergeben. Die Songs entstanden über einen längeren Zeitraum und jetzt wollte ich nicht länger warten.



Wie lange hast Du insgesamt an dieser CD gearbeitet, von der ersten Idee bis zum Vollenden des Mixes?
Das waren sicher so um die fünf Jahre. Ich schrieb die Songs nach und nach und die Idee zur eigenen CD reifte dann mit der Zeit.



Du hast alle Songs alleine geschrieben und produziert. War es Dir wichtig, so weit wie möglich nur Dich selbst einzubringen, so dass das Album Teufel pur wurde?
Der Reiz an der Sache war ein Album von vorne bis hinten alleine zu produzieren, zu schreiben, zu mixen und am Ende auch die Grafik zu gestalten. Die Erfahrungen die ich so sammeln konnte, werden sicher in zukünftige CDs einfließen. Ob ich jedoch jemals nochmal alles allein machen werde weiß ich noch nicht.



Die Titel der Tracklist lesen sich sehr verheißungsvoll – liege ich richtig mit der Ahnung, dass bei den Texten Englisch für Dich niemals in Frage kommen wird, weil Deine Geschichten nur in deutscher Sprache ideal erzählt werden können?
Das stimmt. Meine Sprache in der ich denke und schreibe ist deutsch. Da kann ich mich am besten lyrisch ausdrücken denn ich benutze in den Texten eine sehr bildhafte Sprache. Ich denke auch, dass mich so die Leute am besten verstehen und meine Fans eher im deutschen Sprachraum sind.



Eine sehr spezielle Version von Brecht´s  Mackie Messer  wird auf dem Album zu finden sein. Warum hast Du Dir genau diesen “uralten” Song ausgesucht, um ihn in Deinem eigenen Stil zu interpretieren?
„Und die Einen sind im Dunkeln, und die Andern sind im Licht, doch man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht!“

Habgier, Neid und die Abgründe der menschlichen Seele, doppeldeutige Moral all das steckt für mich in dem Stück  Mackie Messer. Daher hat dieses Stück für mich eine ganz besondere Bedeutung. Und das es noch auf Dudelsack zu spielen ging, war natürlich perfekt!



15 Tracks – Du verwöhnst uns und bietest eine gut gefüllte CD. Hymus Codex Gigas  ist der einzige reine Instrumental-Titel, mit Dudelsäcken eingespielt. Sind die Dudelsäcke auch bei allen anderen Songs im Einsatz oder überwiegen mehr die harten Gitarrenparts plus Elektronik-Beats?
Dudelsäcke sind natürlich auch vertreten, wenn auch nicht in jedem Song. Ein genereller Verzicht wäre für mich undenkbar. Wichtig war es für mich gute Songs zu schreiben.



Die Musik von Tanzwut wird als Mittelalter-Industrial-Rock bezeichnet. Wird Deine CD in musikalischer Hinsicht auch diesem Unterschublädchen der Rockmusik zugeordnet werden oder würdest Du Dir eine andere Bezeichung auf der Schublade wünschen?
Ich finde das die Bezeichnung auch für meine CD passt. Da vieles bei Tanzwut durch meine Person getragen wird, konnte ich das bei der Solo-CD natürlich nicht abstellen. So wird jeder Ähnlichkeiten erkennen können.



Wir haben Dich mit Tanzwut auf dem Summers End Open Air in Andernach live on Stage erleben können. Wie verbindest Du zukünftig Deine anderen Projekte mit Deiner Solo-Karriere?
Tanzwut wird weiterhin meine Hauptband sein. Aber sowohl mit dem Solo-Projekt, als auch innerhalb einer mittelalterlichen Akustikvariante wird man mich erleben. Und natürlich nicht zu vergessen als DJ in dem ein oder anderem Club.



Sicher wirst Du Dich auf den langen Weg durch die Landen machen, um Deinen Fans die Songs von  Absinth  live vorzustellen. Gibt es schon Pläne, wie Deine Live-Band zusammengestellt sein wird – sind vielleicht einige “alte Bekannte” eingeplant?
Man wird garantiert einige Tanzwut-Musiker erleben können. Aber genaueres möchte ich noch nicht sagen. Die Live-Show plane ich im Moment, so dass ich nächstes Jahr damit auf der Bühne stehen kann. U.a. beim ZITA Rock Festival in Berlin.



Vom Teufel zum Narr und umgekehrt ist es ein schmaler Grat – wieviel Narr steckt in Dir?
Beide Rollen liegen so nah beieinander, dass ich sie fast nicht trennen kann. Der Narr und der Teufel sind beide Versucher und Verführer. Schon als Straßenmusiker konnte ich mich in beiden Rollen ausleben, was ich dann auf den Bühnen und jetzt der CD fortsetzen konnte.



Bist Du momentan der einzige Künstler bei Deinem Label Teufel Records oder hast Du bereits Gesellschaft?
Im Moment bin ich noch mein einzigster Künstler. Ich habe zwar schon die ein oder andere Anfrage bekommen, aber das will gut überlegt sein. Das Label ist jedoch erst ein paar Monate alt und da will ich nichts überstürzen.



2011 folgt eine weitere Veröffentlichung - Deine gesammelten Gedichte und Texte in Buchform. Wird es eine besondere Aufmachung beim Einband, der Form und/oder des Papiers haben?
Da bin ich gerade in Gesprächen mit einem Layouter, welcher einfach mehr Erfahrung hat als ich. Aber es ist noch nicht wirklich entschieden wie das Buch letztendlich aussehen wird.



Das war´s. Vielen Dank für Deine Zeit. Wir wünschen Dir viel Erfolg mit  Absinth  und weiterhin viel Spaß auf allen Bühnen im Lande!!!
Vielen Dank!

 

 

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