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Konzertbericht

Xandria

Support für:
Powerwolf

Garage - Saarbrücken

07.11.2015
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Garage - Saarbrücken

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Setlist

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Unser Konzert-Special

 

MusiknoteKonzertbericht Orden Ogan         MusiknoteKonzertbericht Powerwolf

 

 

 

Powerwolf  gehen auf Wolfsnächte-Tour und das mit  Xandria  sowie  Orden Ogan  als Supportbands – kein Wunder, dass die Tickets arg begehrt waren. Das Abschlusskonzert fand in der heimatlichen Saarbrücker Höhle statt und die war ausverkauft… logischerweise nicht der einzige Gig, der das „Sold Out“ Symbol auf den Tourflyer draufgeklatscht bekam.


Sehr spontan und praktisch auf den letzten Drücker verabredete ich mich mit anderen saarländischen Fans der härteren Musik und habe es nicht bereut. Mit Dirk und seiner Frau Gabi düste ich gen Saarbrücken, im CD-Player rotierten klasse Alben und beim Plaudern hatte ich das Gefühl, sie schon lange zu kennen. Vor Ort gelandet, spielten wir dann eine Weile „Such den freien Parkplatz“, gefolgt von einer kleinen Wanderung zur Location und dann stand „Wir harren dem Einlass“ auf dem Programm. Die Warteschlangen links und rechts der Garagen-Tür waren imposant anzuschauen. Solche Menschenmengen so zeitig vor Ort - ein Bild, das für mich immer eine bzw. mehrere der beteiligten Bands als Publikumsmagneten auszeichnet. Die Tore öffneten sich recht pünktlich und trotz der vielen Leute, die nun zeitgleich von zwei Seiten da rein wollten, ging es ruhig und gesittet zu. Wir waren relativ flott drinnen, trennten uns aber kurzfristig, da ich mich Richtung Fotopit orientieren musste.


Unser Sarkophag Rocks Damenteam konnte leider nicht wie gewohnt gemeinsam aktiv sein und so durfte ich zusätzlich meine Bildberichterstattertalente auspacken. Ich mache das nicht sehr oft und natürlich lief was schief. Bei den Supportbands hatte ich meine dienstälteste Speicherkarte im Einsatz, die beim Abschied nicht mal leise „Servus“ sagte. Über ein Datenrettungsprogramm ließ sich nur noch ein kleiner Bruchteil der Fotos wieder komplett herstellen. Was ein Glück, dass ich vor dem Headliner immer die Karte wechsle... Ich hab unsere Ilona vermisst und sie verpasste einen in jeder Hinsicht heißen Konzertabend. Die Metal-Party wurde eröffnet von>

 

Xandria

 

Die deutschen Symphonic Metal Rocker hatte ich 2011 beim Metal Female Voices Festival in Belgien schon einmal live erleben dürfen. Seitdem tat sich bei diesem Quintett allerdings einiges und ich war sehr neugierig auf ihr aktuelles Line-Up. 2013 gab es auf zwei Posten Umbesetzungen – die musikalischen Qualitäten von Bassist Steven Wussow und der niederländischen Sängerin Dianne van Giersbergen kannte ich bislang nur von Silberlingen. Das sollte sich heute Abend ändern!


Den ersten beiden Gruppen stand wie immer nur der vordere Teil der Bühne zur Verfügung. Das Drum-Kit braucht Platz, davor war's schmal, eng, kuschelig und für vier Musiker mit Bewegungsdrang hieß das, beim Performen etwas Obacht auf den Rest der Truppe zu geben.  Xandria  nutzten das Feuer-Drachen Cover ihres 2014er Albums  Sacrificium  als Hintergrund. Dieses Motiv ist eh schon schön mystisch und dieser Effekt wurde während des Auftritts durch das atmosphärische Farbenspiel der Lightshow intensiv verstärkt. Die Bühne wartete einsatzbereit, die Garage füllte sich trotz der noch frühen Uhrzeit mehr als ordentlich und wir mussten nicht lange warten, bis das Intro startete.




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Support steht auch für kürzere Spielzeit, allzu viele Songs kriegen die Bands da nicht unter. Ich war gespannt, wie die Setlist zusammengestellt sein würde. Ich erwartete einen Querschnitt aus ihrem kompletten bisherigen Wirken, vielleicht mit leichtem Schwerpunkt auf der 2015 erschienen EP  Fire & Ashes,  aber es kam dann doch etwas anders... nur aus drei ihrer Werke hatten sie Tracks ausgewählt, mit anderem Fokus...


Ihr Opener hieß  Nightfall  von ihrem letzten Album  Sacrificium,  einer schnellen Nummer mit starkem Refrain, ideal zum Anheizen der Stimmung geeignet. Das Publikum ließ sich gerne einfangen, ging mit und bereitete der Band so ein angenehmes Willkommen. Es folgte  Blood On My Hands,  das insbesondere mit seinen intensiven Strophen hoch punkten konnte. Dieser Song stammt von der 2012 auf den Markt gekommenen CD  Neverworld’s End,  von der später noch zwei weitere Tracks folgten und die somit den Kern der sieben Nummern umfassenden Setlist bildete. Aber zuerst gab's mit  Unembraced  und  Voyage Of The Fallen  frisches Liedgut von ihrer EP  Fire & Ashes  auf die Ohren und  Stardust  vom letzten Album durfte natürlich auch nicht fehlen.  Cursed  und  Valentine  bildeten den fulminanten Abschluss ihres Gigs. Ich liebe speziell den Groove und den Aufbau von  Cursed,  eine Hammer-Nummer ist das und die live mit abfeiern zu können, das war mein persönliches Highlight ihrer Show.




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Die Gitarristen Marco Heubaum und Philip Restemeier, Basser Steven Wussow und Drummer Gerit Lamm rockten die Hütte, da war ordentlich Power und Action dahinter. Ich liebe den Drive, den harten Rhythmus und die sanften zarten Momente der Nummern. Live wird das ideal umgesetzt und gefällt mir noch besser als auf CD. Der Sound donnerte nicht optimal aus den Boxen, aber es klang sehr ok. Trotz knapp bemessenem Platz lieferten sie eine heiße Performance. Die beiden Langmähner ließen die Matten immer und immer wieder wild rotieren, bei Drummer Gerit wippte der Bart im Takt mit und bei Gitarrist Philip die Zipfel seines Markenzeichens, dem Kopftuch. Die Herren an den diversen Saiten beherrschten ihre Instrumente und überzeugten auf ganzer Linie. Schon ein tolles Bild, wenn alle drei nebeneinander aufgereiht ihre Arbeitsgeräte samt jeder Menge Haare im Rhythmus auf und ab schwenkten.


Bei Dianne van Giersbergen fesselte zuerst der Bühnendress den Blick, ein schickes Outfit mit einigen Ketten und kecken, edel gestylten Totenköpfen im Schulterbereich. Charmant und freundlich stemmte sie die kurzen englischen Ansagen, wobei beim letzten Konzert der Tour ein Dankeschön an alle Beteiligten und die Fans nicht fehlte. Auch ihre Talente als Animateurin fruchteten, die „Jump, Jump“ Anweisungen von Coach Dianne setzte die Menge brav um und hüpfte los. Gesanglich gesehen war es – wie immer - definitiv Geschmackssache. Fans der Frontfrauen mit den höheren Stimmlagen werten es sicher als ganz großes Kino, doch so manch Anderen liegt die Tonlage eher nicht so ganz bis überhaupt nicht. Dianne van Giersbergen ist bereits die vierte Sängerin bei  Xandria  und ich bin ganz ehrlich: eine ihrer Vorgängerinnen lag mir von der Stimmlage her mehr. Das ist nur ein persönliches Empfinden und hindert mich nicht daran, die Leistung von Dianne neutral zu bewerten. Sie bot uns einen erstklassigen Job am Mikro, sang sicher, gefühlvoll und meisterte die hohen Parts problemlos, Tonleiterakrobatik vom Feinsten.




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Ich war offen gesagt überrascht, wie sehr das Publikum mit  Xandria  abging, denn die erste Band hat es normalerweise etwas schwerer, die Leute in Wallung zu bekommen. Das funktionierte an diesem Abend reibungslos, was sicher ein verdammt gutes Gefühl für die Musiker war. Es gab reichlich Applaus, sie wurden mit  Xandria  Sprechchören angefeuert und ich meine, mich auch an „Zugabe“ Rufe erinnern zu können. Ich vermisste ein Überraschungsspäßchen zum Tourabschluss, darauf hatte ich mich gefreut wie ein Flitzebogen, aber ich konnte in der Hinsicht beim Auftritt von  Xandria  nichts entdecken, sehr schade!


Negatives fand ich nur in dem Drumherum. Ich hasse dieses gewisse Flackerlicht und das kam im Laufe der drei Auftritte immer wieder zum Einsatz. Zudem hätte eine große Portion Frischluft der Garage gut getan, es wurde mit jeder Minute wärmer und stickiger in der Bude. Was richtig nervte: die Musik hatte eine ordentliche, aber angenehme Lautstärke und einige Leute meinten dann, sich die Ereignisse der letzten Wochen mitteilen zu müssen und brüllten sie sich zu. In den Vorraum gehen und reden – neee, nicht machbar, man musste wohl seinen Platz sichern. Ich fand dieses Benehmen unfair gegenüber dem Teil des Publikums, der zuhören wollte und auch gegenüber den Musikern, deren Leistung da oben komplett ignoriert wurde. Wenn die ersten Bands uninteressant sind, sollte man später kommen oder draußen plaudern, aber nicht anderen Konzertbesuchern damit auf den Senkel gehen, wer grad mit wem Schluss gemacht hat oder was der Chef Böses fordert. (nennt man, nebenbei bemerkt, arbeiten und das ist tatsächlich etwas, was zum Lehrlingsalltag gehört). Faszinierend dabei war, wie oft man doch das Wort „Alter“ in einem einzigen Satz unterbringen kann...




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Xandria  hatten fertig und wurden wirklich gebührend verabschiedet. Sofort startete der Umbau und die nächste Kombo im Spielplan hieß>

 

Orden Ogan

 

 

Report und Fotos ©2015 by Marion Ney

 

 

 

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