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 CoreLeoni
Live At Hallenstadion Zürich

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Tracklist:
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01. Sister Moon
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3:33
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02. Standing In The Light
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3:41
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03. Downtown
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3:19
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04. Like It Or Not
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4:12
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05. Sick And Tired
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3:31
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06. Mountain Mama
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4:40
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07. Firedance
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6:21
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08. She Goes Down
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4:46
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09. Here Comes The Heat
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3:39
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Release: 19.12.2025
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Laufzeit:
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37:42
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Label: Perception / Reigning Phoenix Music
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Format: Digital Only
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Wer die Band kennt, kann zwei Abschnitte überspringen, denn es folgen vorab ein paar Infos: CoreLeoni wurden 2017 von Leo Leoni, seines Zeichens Mitbegründer und Gitarrist der Rockband Gotthard aus der Schweiz, ins Leben gerufen. Anlass war der 25. Geburtstag des ersten Gotthard Albums. CoreLeoni zelebrierten Songs der frühen Gotthard Werke und ihr eigenes Debüt trug den Namen The Greatest Hits Part 1... ein Titel, der normalerweise später in einer Bandhistorie auftaucht.
Auf CD II kamen zwei eigene Songs plus einem Cover einer anderen Band zum Einsatz. 2020 verließ Sänger Ronnie Romero die Band, sein Nachfolger Eugent Bushpepa sang auf Album III, bei dem sich die Aufteilung änderte, es gab nun fast ausschließlich frisch geklöppelte Lieder. 2023 folgte Alive - wie der Titel es erahnen lässt, handelt es sich um einen Konzertmitschnitt, wieder mit dem Fokus auf die Gotthard Oldies.
Mit Live At Hallenstadion Zürich erscheint am 19.12.2025 neuer Stoff von CoreLeoni, allerdings als Digital-Only-Release via Perception Music. Die neun Tracks wurden am 03.07.2025 aufgenommen und liefern eine Laufzeit von 37:42 Minuten. Wir hören den CoreLeoni Support-Gig für Judas Priest. Zur aktuellen Besetzung gehören Sänger Eugent Bushpepa, die Gitarristen Leo Leoni und Jgor Gianola, Bassist Mila Merker sowie Drummer Alex Motta. Die Herren spielen auf gewohnt hohem Level, aber... aber ... aber...
Zuerst zur Musik: Ich liebe das gemeinsame Werkeln der Gitarristen Leo Leoni und Jgor Gianola. Hatten sie dunnemals bestens drauf und sie haben es nicht verlernt. Was sie bei CoreLeoni zusammen abliefern, ist einfach nur genial und mein eindeutiges Highlight dieses Albums, da krieg ich den gewissen Glanz in die Augen. Bassist Mila Merker und Drummer Alex Motta sind eine Bank, rocken einen harten knackigen Rhythmus, der das Gebein in Bewegung setzt. Sänger Eugent Bushpepa gibt stimmlich alles, röhrt sich leidenschaftlich durch die Setlist. Ein mitreißender Auftritt mit vielen besonderen Momenten!
Nun zu den Abers:
Die letzte Veröffentlichung war ein Livemitschnitt, nun folgt der nächste. Sechs der Songs waren bereits auf Alive vertreten, es hat nur drei "unbekannte" Tracks. Warum hat man nicht wenigstens etwas dazu gepackt? Zwei bis drei neu geschriebene Lieder oder einige bislang unveröffentlichte Live-Versionen anderer Gotthard oder CoreLeoni Titel als Bonus?
Diverse Handy-Videos des Abends zeigen, dass die Stimmung in der Halle ordentlich brodelte. Davon wurde mir von den ganzen Mikros leider zu wenig eingefangen bzw. die Aufnahmen zu sehr "geglättet". Zur Live-Musik gehören die Publikumsreaktionen, in der richtigen Lautstärke und nicht nur hier und da als dezentes Beiwerk.
Wer mich kennt, weiß, dass ich diese Digital-Only-Releases absolut nicht mag. Ich bin nach wie vor bei keinem Streaming-Dienst aktiv, steh nicht auf MP3 Tetris. Ein Oldie wie ich möchte was zum in die Hand nehmen, CD in den Player einlegen, Musik genießen und später in die Sammlung einsortieren. Sorry, "digital only" ist ein Ärgernis für mich und das Streaminggedöns dürfte auch für die Musiker kein Überflieger sein.
Anspieltipps
Für mich haben die alten Klopper eine spezielle Magie, von daher wurden es die drei, die mich heute total verzaubern konnten und Erinnerungen zum Leben erweckten:
Firedance - Standing In The Light - Sister Moon
CoreLeoni in Top-Form, die Bearbeitung und die Darreichung sind allerdings nicht so ganz meins. Wie bewerte ich das? Die Musiker können nichts dafür und ihre Leistungen möchte ich würdigen. Daher gibt es für die Herren ein Ankh zusätzlich und von mir somit insgesamt>
Bewertung:
     5 von 7 Ankhs
Marion Ney / Sarkophag Rocks 19.12.2025
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